News 2018/Neues 2018

Gedenkfeier auf dem Waldfriedhof Wildau 16.05.18:
An der Gedenkstätte auf dem Waldfriedhof Wildau für die größte Flugzeugkatastrophe auf deutschem Boden (siehe auch www.interflug.biz / Flugunfälle / DM-SEA) trafen sich am 16. Mai 2018 einige ehemalige IF-Angehörige, um im Nachgang zu der Gedenkveranstaltung anlässlich des 45. Jahrestages des Absturzes Blumengebinde nieder zu legen. Unsere Riege Stewardessen der ersten Generation hatten bei dem letzten IF-Traditionstreffen eine Sammlung für einen Blumenschmuck organisiert, der nun unter Beteiligung einiger Spender an der Begräbnis- und Gedenkstelle niedergelegt wurde. Unter uns weilte auch ein besonders betroffener Anwohner der Absturzstelle, der nicht nur aus nächster Nähe von seinem Balkon seinerzeit den grauenvollen Aufschlag und Ausbrand der Maschine erleben musste, sondern welcher auch die kleine Gedenkstätte am Absturzort in Königs Wusterhausen initiierte und bis heute pflegt.
 
     

Text: Jörn Lehweß-Litzmann
Fotos: GS

ILA Berlin vom 25. bis 29. April 2018

Zum wiederholten Mal war unsere Gesellschaft auch auf der diesjährigen ILA in Berlin-Schönefeld vertreten. Nach der erfolgreichen Teilnahme vor zwei Jahren konnten wir auch diesmal erneut einen vollen Erfolg verbuchen. Und es darf daran erinnert werden, dass wir mit nur einer Ausnahme seit 1992 stets auf diese Messe vertreten waren. Am Stand haben wir neben der Information über unsere Arbeit, auch in Form von Publikationen unerer Mitglieder und unserer eigenen Druckerzeugnisse, auch Vorhaben für das nächste Jahr vorgestellt. Dazu diente eine kleine, aber informative Ausstellung, die wir 2019 in wesentlich erweiterter Form zuerst auf der AERO in Friedrichshafen präsentieren werden. Diese Ausstellung wird sich vollinhaltlich mit der Würdigung des Jubiläums der 100sten Wiederkehr der Aufnahme des planmäßigen Linienflugverkehrs in Deutschland befassen. Dafür wurden und werden derzeit auf der Grundlage einer in Arbeit befindlichen Konzeption und in Abstimmung mit unseren potentiellen Partnern die Voraussetzungen geschaffen, um auch über den Rahmen der Ausstellung hinaus dieses Jubiläum würdig zu begehen. Wir sind mit der diesjährigen Teilnahme an der ILA auch deswegen sehr zufrieden, weil es sich wiederholt (und verstärkt) deutlich in dieser Form herauskristallisiert hat, dass unser Stand zu einem attraktiven Treffpunkt der Szene und unserer Partner geworden ist. Ein besonderer Höhepunkt war die Überreichung des Ehrenzeichens der GBSL in Gold an Herrn Andreas Sedlmayr. Damit haben wir das nunmehr nahezu 100-jährige Wirken der Firma Autoflug (in der dritten Generation durch die Familie geführt) und die fortwährende Unterstützung unserer Arbeit durch Dr. Gerhard Sedlmayr und Andreas Sedlmayr gewürdigt. Unsere Gesellschaft wird sich in die Vorbereitung des 100-jährigen Firmenjubiläums im nächsten Jahr einbringen. Mit diesem guten Ergebnis sind alle Weichen gestellt, auch in Zukunft die Teilnahmen an der ILA frühzeitig zu planen.


GBSL-ILA-Stand

GBSL-"Mannschaft"

US-Amerikanische Jazzband
   

Enkel des Firmengründers AUTOFLUG von Johannisthal mit Sohn

Goldenes Ehrenabzeichen für die Firma Autoflug

Fotos und Layout GS, Foto 5: Dr. Bernd Ahlbrecht

Aero Friedrichshafen 2018, vom 18. bis 22.April

Zu den Stammausstellern der AERO seit 1993 gehörend, war es Pflicht und Kür auch 2018 die GBSL am Bodensee zu präsentieren. Auf einer Fläche von über 100 m² konnten wir mit Auszügen aus der Ausstellung zur Geschichte des Verkehrsfluges in Deutschland schon mal die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf das 100-jährige Jubiläum des Zivilluftverkehrs richten, das wir 2019 begehen. Die repräsentative Ausstellung wurde vom Werftverein Schleißheim des Deutschen Museums München erstellt und uns überlassen. Ergänzt durch Modelle aus den 20er Jahren des Luftverkehrs konnten wir somit die Geschichte des Zivilluftverkehrs einem interessiertem Publikum nahebringen. Erfreut über einen nicht abreißenden Publikumsverkehr an unserem Messestand, können wir ohne Übertreibung feststellen, wir werden zielgerichtet aufgesucht, nicht nur von unseren Mitgliedern. Das spricht für die Qualität unserer Arbeit. Kontakte zu unseren Partnern konnten wir vertiefen und neue knüpfen. Das Projektteam der Messe Friedrichshafen unter Leitung von Roland Bosch hatte, wie eigentlich jedes Jahr, die Messe wiederum perfekt organisiert und uns beste Bedingungen für die Teilnahme geboten. Bei seinem Besuch an unserem Messestand haben wir uns bei Roland Bosch dafür auch bedankt. Auf Wunsch der Messeleitung hatten wir dieses Jahr zwei Mitaussteller am Stand. Den Verlag Nordkurier aus Neubrandenburg, dessen Neuauflage „Sterben war ihr täglich Brot: Die Testpiloten von Rechlin“ wir mit angeboten haben. Ein Buch unseres Mitgliedes Luftfahrttechnisches Museum Rechlin. Den zweiten Mitaussteller, Michael Kimmerl, der ein Buch über seine fliegerischen Erlebnisse vorstellte, konnten wir als neues Mitglied gewinnen. Neben dem ideellen Ergebnis ist auch das finanzielle von entscheidender Bedeutung. Alle optimistischen Planungen wurden übertroffen. Nach Abzug aller Kosten konnten wir einen richtig guten Überschuss erwirtschaften, eigentlich den besten seit unseren Teilnahmen an der AERO. Dazu verhalfen uns antiquarische Leckerbissen aus dem Fundus unserer Mitglieder Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht und Hans-Joachim Ebert. Auch unsere GBSL-Bestände verkauften sich gut, wie Bücher, Modellbaukästen und Fertigmodelle. Hier waren die der GBSL von unserem Mitglied Stefan Grave überlassenen der Renner. Die Bücher aus der Feder unserer Mitglieder Jörn Lehweß-Litzmann, Karl-Dieter Seifert und Dr. Ulrich Unger waren gleichermaßen gefragt. Eine enorme Fleißarbeit, tiefgründig recherchiert, kennzeichnet die umfassende Geschichte der Flugsicherung in der DDR von unserem Mitglied Frank Fischer, der diese am Stand vorstellte. Ohne die Unterstützung durch das Autohaus Freydank wäre allerdings die Teilnahme an der AERO finanziell nicht zu stemmen. Wir freuen uns und sind dankbar, dass nach dem Tode des Firmengründers, unseres unvergessenen Mitgliedes Peter Freydank, das Autohaus diese Förderung der Arbeit der GBSL weiter führt. Unser Messe-Team, Hans-Dieter Tack, Dr. Uli Unger, Hans-Joachim Ebert und Frank Fischer, flankiert durch unser neues Mitglied Michael Kimmerle, hat eine solide Arbeit geleistet und die GBSL würdig präsentiert. HDT und UU

   
   

Auszeichnung für Dr. Uli Unger


Am 9. Februar feiert Russland seit jeher den Tag der Zivilluftfahrt - vorher, in der Sowjetunion - war das der Tag der Aeroflot. Im Jahre 2018 gab es wie gehabt in der Universität der Zivilluftfahrt in St. Petersburg an dem Tag eine Festveranstaltung. Diese Einrichtung war zu Sowjetzeiten die Akademie der Zivilluftfahrt. Auf dieser Veranstaltung wurde auch unser Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Unger mit dem Jubiläumsabzeichen „95 Jahre russische Zivilluftfahrt“ geehrt.
   

Wir gratulieren Uli ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.

GS

Themenkreis Hugo Junkers - Veranstaltung im Bauhauszimmer
Am 07.02.2018 hatte der "Themenkreis Hugo Junkers" in's "Bauhauszimmer" in der Kühnauer Straße Nr. 161 (Landesverwaltungsamt Dessau) zu einer Veranstaltung unter dem Thema "Die ersten Stewardessen nach Gründung der DLH und der Interflug" eingeladen. Mit einer sehr interessanten Darbietung (sie wollten es nicht Vortrag nennen) haben beide Stewardessen, Frau Mariane Jacobs-Dahlmann und Frau Hannelore Mildes über ihre damalige Ausbildung und wie sie in die Auswahl gekommnen sind, gesprochen. Über Uniformen, die ersten Flugstrecken, Anfänge bei der Ausrüstung im Borfbuffet und Flüge anfangs mit russichen Besatzungen. Abwechselnd haben sie mehrsprachige Begrüßungen und Durchsagen gesprochen. Das Ganze wurde durch eine Powerpoint-Präsentation mit vielen Fotos und Bildern aus dieser Zeit vom Ehemann von Marianne Jacobs-Dahlmann erstellt und präsentiert. Das "Bauhauszimmer" war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Fotos von der Veranstaltung von G. Sprieß
Urheberrechte der histor. Fotos haben die beiden Stewardessen.


Letzte Abstimmung

Marianne und Hannelore in den Startlöchern

Mit Cptn. Hans Merkel in der Aero 45

Befähigungsnachweis

Zeugniss

Dienstpass

Zur Messe in Leipzig

Doppelbesatzung Il-14 Crew

Besuch bei SABENA-

Qualifikationsnachweis

Gehaltserhöung


Il-18-Prospekt

Marianne mit Il-18-Besatzung Schneider, Oehmus, Kosel u. Sachse

Mit Cptn. Herbert Kohl

Marianne und Mary


Service in der Il-18-Hauptkabine

Ohne Kommentar

Berlin-Vilnjus-Moskau und zurück

Für mich war es am 07. Februar 2018 ein besonderes Erlebnis. War ich doch 58 Jahre nicht mehr hier in dieser ehemaligen Hugo-Junkers-Kaserne. Mit 18 Jahren hatte ich vom 01.11.1959 ein Direktstudium bis 30.09.1963 mit Abschluss Flugzeugführer An-2 und Il-14 begonnen. Nach Abschluss und Ernennung zum Unterleutnand wurde ein Teil in Ehren rausgeschmissen und der andere Teil vom neu gegründeten Transportgeschwader Dresden übernommen. Ich war also plötzlich arbeitslos, auch da die Interflug-Kaderpolitik einen sofortigen Einstellungsstop erklärt hatte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mir 4 Jahre lang meine Brötchen als Betreuer im "Unterrichtstag in der Protuktion" (UTP) und als Lehrausbilder im "RAW 7. Oktober" Zwickau zu verdienen. Meine Frau war darüber nicht so traurig, wie ich. Wütend habe ich zwei Jahre den GST-Flugplatz ignoriert, aber dann habe ich es doch micht mehr ausgehalten und bin wenigstens auf Jak 18a und L-60 geflogen. Nach 4 Jahren durfte ich mich wieder bei Interflug bewerben und meine Ausbildung auf Il-14 und Il-18 fortsetzen. Inzwischen gab es logischerweise chronischen Pilotenmangel, da ja weitere Il-18 und dann auch Il-62 aus der Sowjetunion gekauft wurden. Jetzt wurde alle eingestell, die irgendwann irgendwo mal ein Flugzeug gesehen oder geflogen hatten. Z.B. NVA, GST, Agrarflug und auch einige If-Bordingeneure (z.B. von der An-24) wurden zu Verkehrspiloten ausgebildet oder umgeschult. Leider mussten wir aber damals über zwei Jahre auf die Zuzugsberechtigung für Berlin und eine Wohnung in Berlin warten und so waren es jetzt Frau und Kinder, die traurig waren. Ich bin zum Wochenende offt geflogen und meine Frau musste in der Woche arbeiten. Da lohnte es sich nicht, nach Zwickau zu fahren. Mein Schicksal teilten zum Beispiel auch Peter Jeremias, Wolfgang Hertwig und Reiner Lörche.