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2026

Melli-Beese-Ehrung der Gesellschaft zur Bewahrung von Stätten deutscher Luftfahrtgeschichte e. V. (GBSL)

Der 100. Todestag der ersten deutschen Motorflugpilotin, Amelie Hedwig (Melli) Beese-Boutard, am 21. Dezember 2025 veranlasste die GBSL, eine dem Ereignis angemessene Ehrung vorzusehen. Es galt, die Pionierleistung, als erste Frau in Deutschland einen Pilotenschein zu erwerben, zu würdigen und gleichfalls den unwürdigen Umgang des offiziellen Deutschlands mit seiner ersten Fliegerin seit Beginn des ersten Weltkrieges in Erinnerung zu rufen.

Bekanntlich erwarb die am 13. September 1886 in Dresden-Laubegast geborenen Amelie Hedwig Beese, genannt Melli, nach ihrem Bildhauerstudium in Stockholm, am 13. September 1911 in Johannisthal bei Berlin, auf Deutschlands erstem Motorflugplatz, gegen den erbitterten Widerstand ihrer männlichen Kollegen, als erste deutsche Frau ihren Pilotenschein. Durch ihre Heirat mit dem französischem Flieger Charles Boutard wurde sie nach damaligem Recht französische Staatsbürgerin. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wurde das Ehepaar zum Feind erklärt und mit allen auch wirtschaftlichen Folgen interniert.

Wir als GBSL, auch in Erinnerung an unsere Erfahrungen bei der Ehrung des ersten Motorfluges der Geschichte durch die Gebrüder Wright 1903, die meisten der Wright-Flugapparate entstanden in Berlin, fassten den Vorsatz, in Dresden, ihrem Geburtsort, und in Berlin, ihrem Arbeits- und Wohnort, die Leistungen dieser Frau zu würdigen. 

Vortrag am Flughafen Dresden

Die Mitteldeutsche Flughafen AG griff diese Idee sofort positiv auf und ermöglichte es uns, im Rahmen einer Vortragsreihe am Flughafen Dresden im Rahmen seines 90jährigen Gründungsjubiläums, am 26. Oktober 2025 im Konferenzzentrum des Flughafens vor 80 hochinteressierten Teilnehmern einen Vortrag zu Melli Beese halten. Als Referent trat unser Vorstandsmitglied Flugkapitän Dr.-Ing. Ulrich Unger auf. Seine Ausführungen begeisterten auch den anwesenden Flughafenseelsorger so sehr, dass es ihn veranlasste, am Todestag eine Gedenkandacht in der Kapelle am Flughafen zu zelebrieren.

Gedenken am Ehrengrab

Am 21. Dezember 2025 konnten wir am Ehrengrab von Melli Beese auf dem Friedhof Berlin-Schmargendorf (Stadtbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) gemeinsam Gebinde und Blumen neben dem Kranz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, ablegen. Worte des Gedenkens sprachen am Grab Dr.-Ing. Ulrich Unger und Dr. Ursula Westphal. Der Luftfahrtpresseclub LPC war durch seinen Berliner Vorstand Lutz Buchmann ebenfalls vertreten.

 

 

Kolloquium „Fliegerinnen gestern und heute“

Als Höhepunkt geplant und mit großem Erfolg verwirklicht, fand ein Kolloquium zu Ehren Melli Beeses am 15. Januar 2026 im Hans-Grade-Saal am Forum Adlershof statt. 

Das Motto des Kolloquiums „Fliegerinnen gestern und heute“ untersetzten drei ausgewiesene Fachfrauen als Referentinnen. 

Als ausgebildete Historikerin und langjährige Museumsleiterin im Stadtbezirk Treptow-Köpenick ist Barbara Zibler heute die ausgewiesene Biografin von Melli Beese. Jahrzehntelange Forschung zur ersten deutschen Pilotin, die sie bis heute aktiv betreibt, brachte Frau Zibler in ihrem Vortrag nachhaltig und überzeugend dem interessierten Publikum nahe.

Den ebenfalls nicht immer ohne Hindernisse freien Weg zum Pilotenschein nachfolgender Fliegerinnen zeichnete Hedi Sensen in ihrem Beitrag mit vielen bislang unbekannten Fakten nach. Selbst viele Jahre als Berufs- und später als Privatpilotin aktiv, ist sie heute Ehrenpräsidentin der Vereinigung deutscher Pilotinnen (VdP), leitet in der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) den Bereich Geschichte und ist seit Jahren aktives Mitglied der GBSL.

Wie es einer jungen Frau von heute gelang, einen Platz im Cockpit eines Verkehrs-Jets einzunehmen, ließ uns die Verkehrspilotin Julia Dörnte mit ihrem Video-Vortrag nacherleben. Frau Dörnte fliegt seit über 17 Jahren, die letzten sechs als Flugzeugführerin, momentan auf einem Airbus A320. Die Jahre zuvor war sie Flugbegleiterin und Purserin. Als Stewardess hat sie auch ihr Studium des Aviation Managements absolviert. Ihr Vortrag war eine von den Anwesenden sehr aufmerksam aufgenommene, mit sanftem Humor vorgetragene Analyse der Tätigkeit von Flugzeugführerinnen heute. Es blieb eine gewisse Nachdenklichkeit darüber zurück, wie weit sich doch der Bogen von Melli Beese bis heute. 

 

Das Kolloquium war eine gemeinsame Leistung von WISTA, IGAFA/LaNA und der GBSL mit tatkräftiger Unterstützung durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. Köln (DLR). Die gesamte Organisation in Vorbereitung und Durchführung des Kolloqiums lag in den Händen von Sylvia Nitschke, Sanela Schlößer, Dr.-Ing. Ulrich Unger und Hans-Dieter Tack. Marten Ismer von WISTA Conventions steuerte wie immer zuverlässig die technische Vorbereitung. Mit einer gezielten Plakataktion hat die WISTA in Adlershof wirkungsvoll das Kolloquium beworben.

 Mit über 70 Gästen war der Hans-Grade-Saal voll ausgebucht. Sylvia Nitschke, Dr. Ursula Westphal und Hans-Dieter Tack konnten in ihren Eröffnungsreden Luftfahrtfreundinnen und -freunde sowie Standortpartner begrüßen. Unter den Anwesenden auch der Leiter des Technikmuseums „Hugo Junkers“ Dessau, Gerd Fucke, und der Leiter des Fördervereins Klaus-Lothar Bebber. Die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin war durch die Kustodin des Bereichs Luftfahrt Astrid Venn vertreten.

Die Gestaltung einer kleinen Ausstellung über Melli Beese für das Kabinett gleichen Namens lag in den Händen der Vorstandsmitglieder der GBSL Dr. Unger, Andreas Dietrich und Joachim Baade unter tatkräftiger Mitwirkung von Helge Oswald, dem WISTA-Guide. Für die Flachausstellung konnten wir auf von Klaus-Peter Kosanke, ebenfalls GBSL-Vorstandsmitglied, gestaltete Poster zurückgreifen und mit Büchern und Devotionalien aus dem eigenen Bestand die Ausstellung komplettieren. Das Eröffnungsbild und das Porträt Melli Beeses gestaltete Andreas Dietrich. 

Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht                  Hans-Dieter Tack Vorsitzender                                                         Stellv. Vorsitzender

2025

Stölln, 24. Mai 2025

Der 24. Mai 2025 ist für die an der Luftfahrt Interessierten in unserem Land zu einem bedeutenden Tag geworden. Der Gollenberg in Stölln wurde vom American Institute of Aeronautics and Astronautics (AIAA) in die Liste der Historischen Luft- und Raumfahrtstandorte aufgenommen. Die AIAA hat bis jetzt weltweit 60 derartige Stätten definiert, an denen bahnbrechende Leistungen der Luft- und Raumfahrt stattfanden. Sechs davon befinden sich in Europa, in Deutschland sind es nun der Flughafen Bremen (2010) und der Stollenberg im brandenburgischen Ländchen Rinow.

Neben der historischen Bedeutung der Stätte selbst sind für die formelle Anerkennung natürlich beginnend mit der Antragstellung nicht geringe Bemühungen notwendig. Diese wurden für den Gollenberg vor allem vom DLR und nicht zuletzt vom Otto-Lilienthal-Verein Stölln geleistet.

Die Zeremonie am Samstag war einfach aber würdig – den Anwesenden war die große internationale Bedeutung sehr wohl bewusst. Der Tag wurde eröffnet von Horst Schwenzer, dem Vorsitzenden des Vereins, der ja die Rolle des Gastgebers hatte. Die schwere Messingplakette der AIAA am Gollenberg wurde von Prof. Dr. Raffel enthüllt. Markus Raffel ist neben seiner Arbeit im Institut für Aeordynamik und Strömungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auch dadurch bekannt geworden, dass er den „neuen“ Lilienthal-Gleiter flog.

Fortgesetzt wurde die Veranstaltung im Lilienthal-Zentrum Stölln. Der emotionale Höhepunkt war hier zweifelsohne der Auftritt der Kinder des Stöllner Kindergartens mit einem sehr schönen Programm über Lilienthal und seine geliebten Störche. Ein Storchennest steht ja direkt vor dem Zentrum. Mit seinem Vortrag über die Untersuchung des Lilienthal-Gleiters unterstrich Prof. Dr. Andreas Dillman, der Leiter des Instituts, die geniale Leistung Lilienthals mit der Schaffung seines aerodynamisch stabilen und mithin sicheren Flugzeuges, wenngleich auch mit nur begrenzter Steuerbarkeit. Mit den Windkanal-Untersuchungen des DLR konnte neben den genauen Parametern des Flugapparates auch dafür der Beweis erbracht werden.

In seinem Grußwort würdigte Dr. Busse, der Leiter des Lilienthal-Museums in Anklam, insbesondere die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure bei der Würdigung der Lebensleistung Otto Lilienthals. Weitere Redner wiesen, fast schon gebetsmühlenartig, auf das hinderliche Problem hin, dass dieser Würdigung fast ausschließlich auf ehrenamtlichem Niveau durch verschiedene Vereine und auf der kommunalen Ebene stattfindet.

Auch wenn keinerlei Medien der Einladung zum Gollenberg gefolgt waren und die große Öffentlichkeit und Politik es nicht zur Kenntnis nehmen wollen – Deutschland hat nunmehr eine weitere anerkannte Weltkulturerbestätte der Luft- und Raumfahrt. Darauf können wir alle stolz sein.

In ihrer Begründung zur Ehrung hat die AIAA einige, wenigstens dem Autor bis dahin unbekannte, Informationen zur Lilienthal-Forschung hinzugefügt, wie etwa aus dem Briefwechsel zwischen Agnes Lilienthal und den Wrights. Die Abbildung des Schecks über die bekannten eintausend Dollar für Agnes hat der Autor auch erstmalig gesehen.

Ulrich Unger

Trauer und ehrendes Gedenken

 

Einer von uns – Norbert Reinkober                                                                         

In tiefer Trauer müssen wir leider mitteilen, dass Norbert Reinkober, Mitglied des Vorstands unserer Gesellschaft, nach langer und schwerer Krankheit von uns gegangen ist.

Norbert trug eine Reihe von Jahren bis zu seinem Ableben innerhalb des Vorstands die Verantwortung für die Sichtung, die Ordnung und die Herstellung der digitalen Nutzung unseres Bibliotheksbestands. Damit trat er in die Nachfolge unseres leider erkrankten Vorstandsmitglieds Gerd Spriess und setzte mit hohem Engagement dessen Arbeit nicht nur fort, sondern ermöglichte letztendlich die volle Nutzbarkeit unseres umfangreichen Buchbestands.

In die Zeit seines Wirkens fiel auch die digitale Einfügung der Publikationen unterschiedlicher Art unseres eigenen Bestands in den Bestand der Fachbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin. Damit ist auch der Zugriff von dort machbar, was die Arbeit von Norbert Reinkober umso wertvoller macht.

Seine sachliche, kompetente und fundierte Meinung und sein menschliches und engagiertes Auftreten waren von hohem Wert – er war ein Vorbild, relativ unauffällig, aber wirkungsvoll.

Wir schätzten in ihm aber auch den Ratgeber für unsere Arbeit, der es verstand, in seiner Art im gegenseitigen Gedankenaustausch kameradschaftlich Akzente zu setzen und unterstützend zu wirken.

Sein Sach- und Fachwissen über die Luftfahrt erwarb er in den langen Jahren seiner Tätigkeit in diesem Metier. Diejenigen unter uns, wie Dr. Ulrich Unger und besonders Jörn Lehweß-Litzmann kannten ihn bereits aus den 60er Jahren, als Norbert seine Lehre im Fachbereich Flugzeuggeräte der Luftfahrtgesellschaft Interflug aufnahm und dort später als Schichtingenieur im Servicebereich tätig war. Nach seinem Abendstudium in der Fachschule für Verkehrstechnik Dresden war er Wartungsingenieur und bestritt bei Sondereinsätzen alle Messeauftritte der Luftfahrtgesellschaft von 1972-1990.

Auf Grund seines umfangreichen Wissens und in Verbindung mit dem intensiven Erlernen der englischen Sprache gehörte er zu dem Interflugteam, welches bei Airbus in Toulouse die Originaleinweisung auf dem A310 erhielt. Bei Airbus begann dann nach der Liquidation von Interflug auch die Tätigkeit im Auslandsservice bei einer Reihe von Auslandsvertretungen, u. a. in Fernost, später direkt in Frankfurt/M.

Als ein schönes, umfangs- und ertragreiches Hobby erwies sich die Luftfahrtfotografie nahezu „rund um die Welt“. Dieser Bestand stand und steht auch weiterhin der GBSL zur Verfügung. Einen besonderen, wenn auch zu späten Dank an ihn.

Die Nachricht von seinem Ableben hat uns alle sehr tief getroffen. Wir verlieren in ihm einen unserem gemeinsamen Anliegen sehr eng und fest verbundenen Kameraden und Mitstreiter. Seiner Familie haben wir in einem Schreiben des Vorstands unser Beileid ausgedrückt. Trotz unserer Teilnahme an der AERO in Friedrichshafen werden Vertreter des Vorstands bei seinem letzten Gang anwesend sein und die GBSL vertreten.

Wir vermissen ihn, er wird uns stets und immer unvergessen bleiben.

Im Namen des Vorstands

Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht

Vorsitzender

In Erinnerung an Klaus Lewandowski

Und leider mussten wir auch zur Kenntnis nehmen, dass unser langjähriges Mitglied Klaus Lewandowski im Herbst vergangenen Jahres im 90. Lebensjahr von uns gegangen ist. Als Rangsdorfer Luftfahrtfreund trat er 1993 unserm Verein bei und machte sich an der Seite unseres ehemaligen Mitglieds Dr. Siegfried Wietstruk vor allem um die Entwicklung des Bücker-Museums verdient.
Als wir unerwartet die Post an ihn zurückerhielten, haben wir erst nach Rückfrage in der Gemeinde  Absdorf (südlich Nürnberg), seinem neuen Wohnort, in dem er noch nicht lange wohnte, von seinem Ableben Kenntnis bekommen, leider ohne nähere Angaben.
Ihm gilt unsere ehrende Erinnerung.                                                                                   

 Der Vorstand

2024

Tag des offenen Denkmals 08.09.2024

Unser Programm, Einführung zum Thema „Technische Denkmale in Adlershof“ mit Film über Flattermessungen an einem Flugzeugmodell im Niedergeschwindigkeitswindkanal und Trudeln im Trudelwindkanal, Besuch des Trudelwindkanals, Erläuterungen zum Schalldämpfenden Motorprüfstand, Besichtigung des Grade-Eindeckers im Hans-Grade-Saal und Besuch der Kugellabore, hat sich als erfolgreich erwiesen, gemessen an den durchweg positiven Einschätzungen der geführten Besucher. Damit konnten wir den Wegfall der Führung durch die Röhre des Großen Windkanals infolge der aus unserer Sicht widersinnigen Sperrung aus Brandschutzgründen durch den Eigner Humboldt Universität zu Berlin ausgleichen.                                                                                         

Mit fünf Führungen konnten wir rund 100 interessierten Besuchern Geschichte und Funktion der technischen Denkmale nahebringen und den Bogen zum heutigen Technologiestandort spannen. Darüber hinaus nutzten noch weitere Besucher die ständige Ausstellung zur Standortgeschichte und Funktionalität der Forschungseinrichtungen vergangener Zeit. Diese Ausstellung hat die GBSL im Auftrag der Humboldt-Universität layoutet und produziert. Insgesamt hatten wir etwa 140 ausnahmslos interessierte Besucher, die ihren Dank an die GBSL ausdrückten, auch in Form von Spenden. Letztere hat Norbert Reinkober angekurbelt. Durch den Verkauf von Heften aus unserer Schriftenreihe und mit Spenden konnten wir die  Kasse aufbessern.

Zu den Besuchern zählte auch unser langjähriges Mitglied Andreas Schütz, Leitung Kommunikation und Pressesprecher des DLR, mit Frau und Freundeskreis. Und er stieg natürlich sofort in die Erläuterung ein.

Bei den Temperaturen war es für unser Team recht anstrengend den Tag zu meistern, aber das Echo der Besucher hat uns entschädigt. Im Einsatz waren Hans-Dieter Tack; Dr. Ulrich Unger; Norbert Reinkober und Jörn Lehweß-Litzmann gemeinsam mit Helge Oswald und Frank Lauterbach. Kuchen „made by Lauterbach“ und Kaffee aus dem Motorenprüfstand hat am Nachmittag für Auftrieb beim Team gesorgt. Mit Unterstützung durch WISTA convent und Didaktik der Physik der HU konnten wir einen niveauvollen Beitrag zum „Tag des offenen Denkmals in Deutschland“ leisten.

Hans-Dieter Tack

Die GBSL in Gatow 2024                                                                                     

In den langen Jahren der Existenz und der Arbeit der GBSL haben sich eine Reihe guter und öffentlichkeitswirksamer Traditionen unserer Gesellschaft entwickelt. Dazu gehört auch die bereits langjährige Teilnahme am Tag der Reservisten/Flugplatzfest auf dem Gelände des Flugplatzes Gatow, dem Standort des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, Flugplatz Gatow. Sowohl die Kontakte, die vielen Gespräche wie auch das Ergebnis unserer Teilnahmen wiegen den Aufwand und die Aktivitäten, nicht immer einfach für die unmittelbar und mittelbar Beteiligten, bei weitem auf.

So auch im September des Jahres 2024 – wir waren und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das ist vor allem zwei Faktoren im wesentlichen zu verdanken – dem Engagement des eigenen Teams und der vorzüglichen Unterstützung seitens der Crew des LwMus. An diese einen Riesendank! Seit drei Jahren haben wir einen hervorragenden Standplatz unter Zurverfügungstellung eines Zeltes direkt neben dem Eingang am Ausstellungshangar 3. Der Museumsleiter, OTL Leonhardt, vergewisserte sich mehrmals persönlich, dass wir gut untergebracht sind und die Sicherstellung reibungslos funktioniert.

Dank auch an Jörn Lehweß-Litzmann, der die Organisation wie jedes Jahr in der Hand hatte und natürlich an die ganze Crew, die an beiden Tagen vor Ort Präsenz zeigte.

Sehr erfreulich erneut das Interesse der vielen Besucher, die vielen Kontakte, neue oder gepflegte, die für uns unverzichtbar sind und die auch die Gemeinde der Luftfahrtenthusiasten zusammenhalten, sind doch die Gelegenheiten zumal in der heutigen Zeit nicht sehr zahlreich. Unverkennbar in den Diskussionen – wesentlich mehr als in früheren Zeiten bewegen die Probleme im Land und außerhalb unserer Grenzen und dominieren teilweise die Gespräche. Aber auch das gehört dazu und kennzeichnet die Atmosphäre der beiden Tage. Die Vielfalt der Angebote auf dem Gelände (inklusive Flugbetrieb!) sind unbedingt ein Anlass, daran teilzuhaben und sich den nächsten September schon einmal vorzumerken.

Insgesamt und generell ist ein sehr positives Fazit zu ziehen. Ein Wermutstropfen ist jedoch hierbei zu berücksichtigen. Unter Kenntnis der komplizierten internationalen Lage und deren Auswirkungen auch auf die Bundeswehr sind bereits jetzt von Seiten des LwMus Einschränkungen vor allem im Bereich der Sicherstellung angekündigt. Diese werden auch uns betreffen, so dass wir dies bereits ab sofort zu beachten haben werden.

BA.

Landefest in Stölln

Am 23. Oktober 2024 jährte sich die aufsehenerregende Landung der IL-62 auf dem Segelfluggelände am Stollenberg zu ehren Lilienthals zum 35. Male. Wie jedes Jahr Anlass für den Otto-Lilienthal-Verein Stölln am darauffolgenden Samstag das Landefest zu feiern. Diesmal waren bei schönstem Herbstwetter wieder viel Besucher gekommen und pünktlich um 13:03 Uhr (Das ist die Landezeit der Maschine) ertönten die Turbinengeräusche der landenden Il-62. Daraufhin eröffnete der Vereinsvorsitzende Horst Schwenzer.

Nach einer kleinen Ansprache von Ulrich Unger über die kollektive Leistung, welche diese historische Landung ermöglicht hatte, sprach der damalige Co-Pilot Peter Bley in sehr persönlichen Worten darüber, wie er heute über die damalige Leistung denkt und warum ihm Stölln heute sehr ans Herz gewachsen ist. Allen Besatzungsmitgliedern überreichte der Verein als Erinnerungsgeschenk das Buch „Der Weg zur Interflug“ von Uli Unger.

Alsdann begannen das Konzert und das Unterhaltungsprogramm mit den Künstlern Martin März, der Dicken Uschi und weiteren Ereignissen.

UU

AERO Friedrichshafen – die 30. Ausgabe                               vom 17. – 20. April 2024                            

Die Messemacher vom Bodensee boten uns, wie schon die drei Jahrzehnte vorher, wieder Teilnahmebedingungen, die es uns ermöglichten die Ausstellungsfläche von rund 100 Quadratmeter mit einer thematischen Ausstellung und einem repräsentativen Info- und Verkaufsstand zu gestalten. Als Thema der GBSL-Ausstellung wählten wir Höhepunkte aus der Geschichte des Dornier-Flugzeugbaus mit dem Bogen vom „Seemoser Horn zum Flughafen Leipzig/Halle“. Dort läuft gerade das Projekt der Deutschen Aircraft Oberpfaffenhofen zur Endmontage der Dornier 328 an. Unterstützt von beiden Unternehmen mit Daten und Fotos konnten wir auf 22 Bildtafeln im Format 1000 x 700 mm das Thema in Wort und Bild umsetzen, flankiert mit entsprechenden Modellen und in Nachbarschaft mit dem Förderverein zum Nachbau des Flugschiffes Do X. Besucher der Ausstellung sprachen sich immer wieder anerkennend über diese Präsentation und die Bewahrungsarbeit der GBSL aus.

Die 30. AERO war uns Anlass, auf Beschluss des Vorstandes der Messe Friedrichshafen-Fairnamic GmbH das Ehrenzeichen der GBSL in Gold zu verleihen. Die Ehrung nahm am Stand der GBSL der AERO-Projektleiter Tobias Pretzel mit seinem Stab entgegen.

Für ihre ebenfalls umfangreiche jahrelange und erfolgreiche Arbeit für die Luftfahrt haben wir auch Frau Pilotin Hedwig Sensen, Mitglied der GBSL, Ehrenvorsitzende der Vereinigung Deutscher Pilotinnen, Mitglied der Traditionsvereinigung der Alten Adler und Leiterin des Bereiches Geschichte in der DGLR, das Ehrenzeichen in Silber verliehen. Damit würdigen wir ihr aktives und vielfältiges Wirken in der GBSL.

 Unter der Leitung unseres Vorsitzenden Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht gehörten zum Team vor Ort Dipl-Ing. Hans-Dieter Tack, Dr.-Ing. Ulrich Unger, Dipl-Ing. Andreas Dietrich und Facharchivar Hans-Joachim Ebert. Im Vorfeld und in der Nacharbeit leisteten unsere Vorstände Dipl.-oec. Klaus-Peter Kosanke, Dipl.-Ing. Norbert Reinkober, Dipl.-Ing. Bernd Hauschild und Dipl.-Ing. Jörn Lehweß-Litzmann unverzichtbare Arbeiten, immer unterstützt von unserem Adlershofer Freund Helge Oswald. Die GBSL hat sich, dem Anlass angemessen, niveauvoll und erfolgreich auf der 30. AERO in Friedrichshafen präsentiert.

Hans-Dieter Tack

Stellvertretender Vorsitzender

Teilnahme der GBSL an der ILA                                                  

Wie auch 2022, waren wir wieder in prominenter Umgebung in der Halle 4 des Messegeländes mit einem repräsentativen Messestand vertreten. Den Messe-Stand haben wir optimal genutzt, um unsere Gesellschaft vorzustellen, auf unsere Leistungen zu verweisen und unsere Homebase ins Blickfeld der Besucher zu rücken. Besonders herausgestellt haben wir den 100. Geburtstag unseres langjährigen Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Dr. Gerhard Sedlmayr und die Verbindung zur Familie Sedlmayr sowie zur Firma AUTOFLUG, nicht zuletzt verkörpert durch den in unserem Bestand befindlichen Nachbau des Wright-Flyer.

Unser Auftritt gestaltete sich wiederum zum Szenetreff der Luftfahrtfamilie. Die Gespräche waren durchweg fachlich fundiert und erfordern unsererseits eine Reihe von Aktivitäten. Unsere Gesellschaft genießt in der Luftfahrtbranche ein hohes Ansehen.

Der traditionell aktive Kern aus Vorständen und Mitgliedern hat das Messeprogramm in der Vorbereitung, Durchführung und Nacharbeit bewältigt. Die organisatorische Vorbereitung mit der Messe Berlin lag in den Händen unseres Vorsitzenden Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht gemeinsam mit Vorstand Stefan Grave. In der Geschäftsstelle und am Messestand waren der Stellv. Vorsitzende Hans-Dieter Tack, die Vorstände Dr. Uli Unger, Jörn Lehweß-Litzmann, Norbert Reinkober, Klaus-Peter Kosanke, Andreas Dietrich sowie die Mitglieder Stefan Lehmann und Wolfgang Witzke aktiv tätig. Nicht zu vergessen, der Einsatz unseres WISTA-Standortpartners Helge Oswald. Hervorzuheben ist die Logistik-Leistung von Stefan Lehmann.

HDT

Lange Nacht der Wissenschaften 2024 in Adlershof

Wie jedes Jahr im Juni, wenn die WISTA zum Mitwirken in der Langen Nacht aufruft, ist die GBSL dabei. Ins Programm hatten wir unsere Ausstellung zur Geschichte der Windkanäle und einen Info-Punkt aufgenommen, beides für den Aufbau im Hans-Grade-Saal. Darüber hinaus hatten wir vor, wie immer, Gruppen durch die Röhre und das Messgebäude des Großen Windkanals (GWK) zu führen. Die kurzfristig verfügte Sperrung der Röhre des GWK aus Brandschutzgründen fordert uns zu einem Plan „B“ heraus. Gemeinsam mit WISTA Conventions, Silvana Schneider, Raisa Arantes Maia und dem gesamten Team und durch Mithilfe von Susanne Niemeyer, WISTA IT und Dienstleistungen, konnten wir umlenken und die Führungen durch den Trudelwindkanal ins Programm aufnehmen.

Und es ist uns außerdem neu gelungen die Besucher durch Filmteilen aus den 30er Jahren, über das Trudeln und das Vermessen in einem Windkanal, auf die Führungen einzustimmen. Bereitgestellt wurde uns das Material von Dr. Jessika Wichner, DLR und Prof. Günter Bärwolff, TU Berlin, und es wurde kurzfristig von unserem Standortpartner Felix Waury geschnitten. Vorgeführt wurde dieser Film im Hans-Grade-Saal (HGS) mit Hilfe des WISTA-Technikers Reimund Tiller.

Die Kombination im HGS mit der Ausstellung Windkanäle, dem Film über den TWK, dem Info-Punkt der GBSL und der Flugzeugbastelstrecke für Kinder, bewundernswert von Reimund Tiller und seiner fleißigen Kollegin betreut, passte bestens zusammen – präsentiert unter dem Nachbau des Grade-Eindeckers, der „Libelle“.

Bis zum Eintritt der Dunkelheit haben wir mit fünf Führungen 100 Personen durch den Trudelwindkanal geführt. Der Bedarf war weitaus größer. Fast alle haben die Ausstellung im HGS mit Film sowie die Ausstellung im Messgebäude des GWK besucht.

An- und Abtransport des Ausstellungsequipments der GBSL durch die WISTA hat problemlos funktioniert. Arantes Maia hat sich regelmäßig vor Ort um den Ablaufgekümmert und Silvana Schneider war digital stets erreichbar. Die WISTA-Unternehmenssprecherin Cindy Böhme und die Redakteurin vom WISTA-Journal, Peggy Mory waren bei uns präsent, ebenfalls Dr. Ursula Westphal, die Geschäftsführerin der IGAFA. Die GBSL dankt der WISTA für die alles umfassende Vorbereitung und Durchführung der LNdW, besonders aber Silvana Schneider und ihrem Conventions-Team.

Das Team der GBSL, bestehend aus Hans-Dieter Tack, Dr. Ulrich Unge,; Stefan Lehmann und unserem Standortverbündeten Helge Oswald hat die Gesellschaft würdig präsentiert. Allen Vorstandskollegen und Vereinsmitgliedern, die in der Vorbereitung mitgewirkt haben gilt ebenfalls der Dank.

Dipl.-Ing Hans-Dieter Tack

Stellv. Vorsitzender der GBSL

Jugend forscht – Endausscheid Berlin-Süd in Adlershof

Wie jedes Jahr im Februar ruft die WISTA als Veranstalter die jungen Forscher aller Altersklassen aus den Schulen der südlichen Hälfte Berlins zum Finale nach Adlershof. Am 21. Februar trafen sich alle Teilnehmer im Bunsensaal der WISTA. Traditionsgemäß begleitet den Endausscheid ein sehr interessantes Begleitprogramm, in dem die GBSL – und das seit Jahren – mit Führungen durch die Technischen Denkmale der Luftfahrtforschung am Standort eingebunden ist.

Dieses Jahr lag das Management der Veranstaltung in den Händen von Raisa Arantes Maia, die alles bedacht, gut vorbereitet und perfekt hat ablaufen lassen. Die GBSL war mit Hans-Dieter Tack und Jörn Lehweß-Litzmann, verstärkt durch Helge Oswald von der WISTA, im Einsatz.

Die jungen Forscher konnten sich für die einzelnen Programmpunkte einwählen, etwa 40 hatten sich für die Führung im Großen Windkanal und im Trudelturm entschieden. Das war eine Rekordteilnahme im Vergleich zu den Vorjahren, sehr erfreulich, aus unserer Sicht. Nach einer kurzen Einführung im Messgebäude zur Standortgeschichte und der Funktionen der Windkanäle ging die Gruppe dann in die Kanäle und zeigte überaus großes Interesse, davon zeugten die vielen Fragen.

Fazit, nächstes Jahr bieten wir das Programm wieder an.                                         

HDT

2023

Die GBSL erfolgreich am Bodensee – AERO 2023

Seit 1993, also seit 30 Jahren, nehmen wir nun an der AERO in Friedrichshafen teil! Und die Messe Friedrichshafen stellte der GBSL wieder – das ist inzwischen schon unser traditioneller Standort in der Halle B4 – wie bereits bei den vergangenen Messen eine Fläche von rund 100 m² zur Verfügung. Der Aufbau unseres Standes und der Ausstellung an den beiden Tagen vor Messebeginn gestaltete sich problemlos. Ohne Nachfragen unsererseits wurde seitens der Messe alles bereitgestellt, was vorher vereinbart wurde. Auch die wegen Corona ausgefallenen Messen 2020 und 2021 konnten das perfekte Messe-Management der Friedrichshafener nicht beeinträchtigen.

Das Thema unserer Ausstellung lautete in diesem Jahr: „Der Orkan in der Röhre – die Geschichte der deutschen Windkanäle“. Auf 20 gerahmten Postern wurde den Besuchern die Entwicklung der aerodynamischen Versuchsanlagen der deutschen Luftfahrtforschung im Zeitraum von der Gründung der Modellversuchsanstalt MVA 1908 in Göttingen bis in die Neuzeit dargestellt Zu erwähnen ist noch, dass die mitgeführte Tafelausstellung zum Thema „Baade und der Flugzeugbau der DDR“ im Anschluss an die AERO durch uns an das Deutsche Museum München, Flugwerft Schleißheim geliefert wurde. Diese Ausstellung, bereits 2022 auf der AERO gezeigt (s. Abschlussbericht des vergangenen Jahres), ist inzwischen in der Flugwerft als Sonderausstellung zu sehen. Die Windkanal-Ausstellung ist bereits für den gleichen Ausstellungsort vom DMM geordert.

Mit weiteren Postern zur umfassenden historischen Aufarbeitung des Themas Flugsicherung durch unser Mitglied Frank W. Fischer, zu unseren Editionen und zum 30-jährigen Bestehen der GBSL haben wir eine ansprechende Standgestaltung vorweisen können. Auch in diesem Jahr gab es am Stand der GBSL eine Vielzahl von Gesprächen, vor allem über unsere Arbeitsinhalte, die erzielten Ergebnisse und den Stand und die Perspektiven der weiteren Tätigkeit. Die Kontakte waren vielfältig, interessant und für alle Seiten von Gewinn.

Hervorheben möchten wir den Kontakt mit Roland Bosch, „Mister AERO“, der nun den Stafettenstab an Tobias Bretzelweitergegeben hat. Für seine Unterstützung der GBSL seit nunmehr rund 30 Jahren hatten wir ihm zur AERO 2019 mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel der GBSL gedankt. Herr Bosch sicherte uns auch weiterhin unter seinem Nachfolger Unterstützung bei unseren zukünftigen Auftritten zu. Wie bereits erwähnt, war auch unsere die diesjährige Teilnahme sehr positive. Das gesamte Messeteam der GBSL hat eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Arbeit geleistet und die GBSL würdig und nachhaltig präsentiert. Zum Team gehörten Dr. Ahlbrecht, Hans-Dieter Tack, Dr.-Ing. Ulrich Unger, Hans-Joachim Ebert und Frank W. Fischer aus Kreuzlingen/Schweiz. Letztgenannter hat nicht nur das Thema Flugsicherung sehr kompetent vertreten, sondern auch engagiert eine effektive Öffentlichkeits-arbeit betrieben. Allen Beteiligten gilt ein besonderer Dank.

Am Erfolg war auch unser Mitglied Bernd Hauschild aus Leipzig maßgeblich beteiligt, der die Kontakte zum Autohaus Freydank pflegt und uns wieder den Transporter gebührenfrei organisiert hat. Tochter und Schwiegersohn unseres verstorbenen Mitgliedes Peter Freydank halten der GBSL gegenüber die Tradition aufrecht, dafür gebührt auch ihnen unser Dank. Ohne die Sicherstellung in Berlin, dazu zählt auch das Ver- und Entladen, wäre es sehr schwierig gewesen, so erfolgreich zu sein. Dafür standen uns Klaus-Peter Kosanke, Jörn Lehweß-Litzmann und Norbert Reinkober vom Vorstand, unser neues Mitglied Dr. Gernot Krämer, der auch am Stand auf der AERO vorbeischaute, sowie unser Verbündeter in Adlershof, Helge Oswald, zur Seite.

Dank an alle Beteiligte – und auch 2024 ruft die AERO erneut!                                            
Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht

Wir waren Teilnehmer am Flughafenfest LEJ 2023

Zwei Tage „Pro Luftfahrt“ in Schkeuditz

Traditionsgemäß war die GBSL auch zum Flughafenfest in Leipzig/Halle mit einem Infostand aktiv am 10. und 11.06.2023 beteiligt. Das Zelt der GBSL auf der Freifläche zog nicht nur die Luftfahrtszene an, sondern viele und überaus interessierte Festbesucher. Durchweg konstruktive Diskussionen mit ihnen ließen keine Langeweile aufkommen. Wir hatten mit vier Bildtafeln, unserem Aufsteller und dem Modell des ersten deutschen Verkehrsjet, der 152 vom Schreibtisch des Professor Baade, genau den Nerv getroffen. Vor allem standen die Tafeln mit Fotos von Norbert Reinkober von seinen Messe-Einsätzen in Leipzig im Fokus des Interesses. Diese privaten Aufnahmen zur Geschichte von LEJ konnten die Besucher erstmalig in Augenschein nehmen und lösten zwangsläufig Gespräche aus. Erfreulich auch das Ergebnis des Buchverkaufs.

Hervorheben möchten wir den Besuch des Schkeuditzer OBM mit seiner Frau und den Machern von LEJ, Anja Grimm, Evelyn Schuster und Uwe Schuhart sowie ein Vertreter von der DHL. Der Chefredakteur des Schkeuditzer Boten, Roland Heinrich und sein Fotograf Michael Stromeyer kontaktierten uns, wie auch Freiherr Bernd von Hünefeld von unserem Partner Flugwelt Altenburg/Nobitz. Ehemalige langjährige Partner der GBSL, wie Roswitha Sack und Andrea Rösner vom Flughafen Leipzig/Halle und Helge Fischer von Stadtverwaltung Schkeuditz sprachen mit uns über gemeinsame Aktionen vergangener Jahre.

Vor Ort war die GBSL aktiv mit Hans-Dieter Tack; Dr. Uli Unger; Norbert Reinkober und Bernd Hauschild. Verstärkt hat das Team Dieter Drabsch von der IG Luftfahrt Schkeuditz. Gekonnt wie immer moderierte Peter Miesch. unser Mitglied, im Auftrag des Flughafens das Fest. Nun richten wir den Blick auf 100 Jahre LEJ im Jahr 2027.

HDT

Lange Nacht der Wissenschaften 2023 in Adlershof         am 17. Juni

Zu den guten Traditionen der GBSL gehört seit Jahren die aktive Teilnahme an dieser Veranstaltung, so auch in diesem Jahr. Das Jubiläum, 20 Jahre Lange Nacht in Adlershof, veranlasste uns, das Programm zu erweitern. Im Hans-Grade-Saal (HGS) ermöglichte uns WISTA-Convention die Ausstellung zur Geschichte der Windkanäle, also einen Teil davon, zu präsentieren. Dort richteten wir auch den Infostand unserer Gesellschaft ein. Mit Transportunterstützung durch die WISTA-Convention konnten wir die Ausstellung im HGS am Freitag vor dem Ereignis aufbauen. Gleichzeitig haben wir die Ausstellung im Messgebäude des Großen Windkanal wieder komplettiert.                                          

Letzte Vorarbeiten wurden am frühen Nachmittag des Sonnabend erledigt, wie das Anbringen von Hinweis-Postern für die Besucher, Und dann startete 17:00 Uhr die erste Führung beginnend im HGS. In stündlicher Abfolge haben wir mit sieben Führungen etwa 230 interessierten Besuchern den Großen Windkanal vorstellen können, eingebettet in die Standortgeschichte Johannisthal/Adlershof und als heutiger Sachzeuge der boomenden Stadt der Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Das Publikum war durchweg aufgeschlossen und wissbegierig. Unsere Ausstellung war auch immer gut besucht und es gab den ganzen Abend fruchtbare Diskussionen mit Besuchern.

Viele Mitstreiter Adlershofer Einrichtungen ließen es sich nicht nehmen uns aufzusuchen, obwohl sie mit eigenem Programm ebenfalls aktiv waren, wie das Team der Bibliothek der Humboldt-Universität. Die Unternehmenssprecherin der WISTA, Cyndi Böhme, informierte sich bei uns, ob alles nach Plan läuft und wie die Stimmung ist. Wir konnten ihr versichern, es läuft gut, das Interesse an den Technischen Denkmalen von Adlershof lässt erfreulicherweise nicht nach.

Auch ein nennenswerter Buchumsatz hat einen Beitrag für die Vereinskasse erbracht. Wir hatten im Vorfeld und zur Langen Nacht immer die Unterstützung der WISTA Convention mit Silvana Schneider, der Humboldt-Universität/Didaktik der Physik mit Professor Burkhard Priemer, Helen Jurscha und von Unilab, Sophia Chroszczinsky. Ohne dieses kooperative Miteinander wären solche Veranstaltungen nicht realisierbar.

Unser Team vor Ort (alphabetische Reihenfolge), Jörn Lehweß-Litzmann; Norbert Reinkober; Siggi Stolle; Hans-Dieter Tack; Dr. Ulrich Unger und verstärkt durch die WISTA-Guides Helge Oswald und Frank Lauterbach. Ein besonderer Dank gilt Uli Unger und Helge Oswald, die die Führungen bewältigten.

 HDT

Baade-Ausstellung im Deutschen Museum München/Flugwerft Schleißheim

Nach erfolgreicher Präsentation der gemeinsam mit dem Ortschronisten von Eichwalde, dem Schwiegersohn von B. Baade und uns produzierten Ausstellung im Technikmuseum Hugo Junkers Dessau, im Rathaus Dresden-Klotzsche, am Flughafenhafen Dresden und zur AERO 2022 in Friedrichshafen ist sie seit Mai diesen Jahres im Deutschen Museum München/Flugwerft Schleißheim zu sehen.

Jahrestag Erstflug der „152“

Zum 65. Jahrestag des Erstfluges des ersten deutschen Verkehrsflugzeuges mit Turbinen-Luftstrahltriebwerken, der „152“, fanden in Dresden mehrere Veranstaltungen statt.

Am Jubiläumstag, dem 4. Dezember 2023, trafen Vertreter der Luftfahrt und der Politik vor der historischen alten Flugleitung auf dem Gelände der Elbe Flugzeugwerke GmbH EFW in Dresden-Klotzsche. Hier wurde eine Ehrentafel zur Erinnerung an Professor Brunolf Baade eingeweiht. Eingeladen hatte die ElbeFlugzeugwerke GmbH. Als Mitglied der EFW-Geschäftsführung eröffnete Kai Mielenz die Veranstaltung und enthüllte gemeinsam mit den Baade-Töchtern Frau Dr. Angelica Sauer und Frau Alexandra Baade die Stele. Über die Bedeutung Baades für die Entstehung des Flugzeugbaues in Dresden sprach nach der Enthüllung Hans-Dieter Tack, stellvertretender Vorsitzender der GBSL, zu den Anwesenden, der als Flugzeugbauer selbst an der „152“ gearbeitet hatte. Herr Mielenz dankte vor den Versammelten dem GBSL-Vorstandsmitglied Andreas Dietrich, selbst Mitarbeiter der EFW, für dessen zeitintensive Vorbereitung und Gestaltung der Gedenkstätte. Hier befindet sich jetzt auch der Prof.-Baade-Weg, eine EFW-Werksstraße, deren Namensgebung anschließend vollzogen wurde. Das rote Band wurde gemeinsam durchschnitten von Geschäftsführer Kai Mielenz, dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Sächsischen Landtag Christian Hartmann und Joachim Baade. Damit hat die Stadt Dresden nun neben Berlin (am BER) auch eine Straße, die an den genialen Flugzeugkonstrukteur erinnert, der die Seele der DDR-Luftfahrtindustrie war. Mit einer Werksbesichtigung, welche sowohl durch die neu erbaute Umrüsthalle für den Airbus A330 als auch durch die historische Halle 222 führte, in welcher seinerzeit die Il-14 und „152“ endmontiert wurden, konnten die Gäste einen Überblick über das heutige Tagesgeschäft der EFW erlangen.
Zum Abschluss der Würdigung des Erstflug-Jubiläums auf dem EFW-Gelände gab es noch eine beachtenswerte Zeremonie. Herr Mielenz überreichte der Kustodin Luftfahrt des Verkehrsmuseums Dresden, Frau Maria Niklaus, eine aus dem Betriebsarchiv stammende historische, seinerzeit streng geheime Akte zur „152“. Mit dieser symbolischen Übergabe wurde die Überführung des Bereichs „VEB Flugzeugwerke Dresden 1954–1961“ des Werksarchives der EFW in die Hände des Dresdner Verkehrsmuseums eingeleitet. Dieser Vorgang wurde durch GBSL-Vorstandsmitglied Andreas Dietrich jahrelang vorbereitet.

In ebendiesem Verkehrsmuseum trafen sich am Nachmittag im bis auf den letzten Platz besetzten Lichthof die Teilnehmer des zum Jubiläum des Erstfluges anberaumten Podiumsgespräches, welches von den Herren Dipl.-Ing. Hans-Dieter Tack (GBSL), Prof. Dr.-Ing. Harald Pfifer, Professur für Flugmechanik und Flugregelung der TU Dresden und Herrn Dipl.-Ing. René Richter, Leiter der Arbeitsvorbereitung für Umrüstung und Wartung der Elbe-Flugzeugwerke bestritten wurde. Nach der Begrüßung durch Herrn Manuel Halbauer, dem Kommunikationsleiter des Museums, entspann sich sogleich eine spannende Runde mit lebhafter Diskussion – auch mit dem Publikum – in welcher der Bogen von den Ereignissen im Jahre 1958 bis zum heutigen modernen Flugzeugbau in Dresden-Klotzsche gespannt wurde. Moderiert wurde das Gespräch von Herrn Peter Misch, Inhaber des der Luftfahrt verpflichteten Verlages Mediascript und GBSL-Mitglied.

Am nächsten Tag wurde an den Erstflug vor 65 Jahren am Flughafen Dresden öffentlich erinnert. Es gab die Möglichkeit zur Besichtigung des Rumpfes der „152“ Nr. 11, der als Exponat des Verkehrsmuseums im Seitenschiff des Abflug-Terminals untergebracht ist. Gut besucht ist die aktuell im Terminal für jedermann zugängliche Ausstellung des Heimatvereins Eichwalde bei Berlin und der GBSL über Leben und Wirken von Prof. Brunolf Baade.                                       

Auch der Raum im Konferenzzentrum des Flughafens war voll besetzt, als der Dresdner Bezirksverein im VDI (Verein Deutscher Ingenieure) seinen 38. Dresdner VDI-Abend als öffentliche Vortragsveranstaltung eröffnete. Mit einem Grußwort hieß der Geschäftsführer des Dresden International Airport, Herr Götz Ahmelmann, die Teilnehmer willkommen. Die Veranstaltung begann mit der feierlichen Übergabe einiger Goldmünzen der Gedenkprägung „152 – Erstflug 1958“. Zu den Geehrten gehörten auch Vertreter des GBSL-Vorstandes. Die interessierten Teilnehmer bekamen drei hochkarätige Vorträge über Anforderungen und Perspektiven der zivilen Luftfahrt geboten. Zum Auftakt referierte Herr Konrad Eulitz, Sprecher der „Interessengemeinschaft Luftfahrt 152“ aus Dresden, über den Aufbau der Dresdner Luftfahrtindustrie in der DDR und baute damit die Brücke zu den jetzt von der Luft- und Raumfahrtindustrie zu lösenden Problemen.

Der zweite Teil des Abends brachte eine Diskussion zur zivilen Luftfahrt im Spannungsfeld von Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Kundenanforderungen. Unter Moderation von Dipl.-Ing Uwe Bastian (Dresdner VDI Arbeitskreis Fahrzeug- und Verkehrstechnik) standen die Herren Prof. Dr. Jens Friedrichs (TU Braunschweig), Prof. Dr. Ronald Mailach (TU Dresden), Prof. Dr. Udo Becker (TU Dresden) und Dr. Wolfgang Göhler (Leiter des Kompetenzzentrums Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen) Rede und Antwort. In reger, teilweise kontroverser, aber immer angenehm sachlicher Diskussion mit dem Publikum konnte zwar nicht immer ein Konsens gefunden werden, aber alle waren klüger geworden und setzten die Gespräche beim anschließenden Beisammensein fort.

An den beiden Jubiläums-Tagen in Dresden wurde von den Beteiligten durchgehend hervorgehoben, dass es ohne die DDR-Luftfahrtindustrie der 1950er Jahre heute keine derartig bedeutende Ansammlung von Industrie und Forschung der Luft- und Raumfahrt in und um Dresden geben würde. Dieses Bekenntnis ist die wirkliche Würdigung der Leistungen der Flugzeug- und Triebwerksbauer um Professor Brunolf Baade.

UU

    65. Jahrestag des Absturzes der 152, des ersten deutschen Verkehrs-Jets, bei Dresden

    Zum ehrenden Gedenken an die tödlich verunfallte Besatzung der 152/I V1 – die Piloten Willi Lehmann und Curt Bemme und die Flugversuchsingenieure Paul Heerling und Georg Eismann – trafen sich Angehörige, ehemalige und heutige Flugzeugbauer, Vertreter der Dresdner Luftfahrtindustrie, des Verkehrsmuseums, der Kommunalpolitik und an der Luftfahrt Interessierte mit den Aktiven der IG Luftfahrt Dresden und der GBSL am Ehrengrab auf dem Neuen Friedhof Dresden-Klotzsche. Die Klotzscher Bläsergruppe begleitete musikalisch die Veranstaltung.

     Nach einführenden Worten von Brigitte Otto, IG Luftfahrt, sprachen unser Vorstandsmitglied Andreas Dietrich als Beauftragter der Elbe-Flugzeugwerke, unser Stellvertretender Vorsitzender Hans-Dieter Tack im Auftrag der GBSL und der Stadtbezirksamtsleiter von Dresden-Klotzsche, Thomas Grundmann. Andreas Dietrich betonte besonders die Leistungen des DDR-Flugzeugbaus als Ausgangspunkt der heute überaus erfolgreichen Entwicklung des Flugzeugbaus in Dresden. Die Bewahrungsarbeit, das Erinnern an die Persönlichkeiten des damaligen Flugzeugbaus, stand im Mittelpunkt der Ausführungen von Hans-Dieter Tack. Die Bedeutung der Luftfahrtindustrie damals und heute für den Stadtbezirk Klotzsche unterstrich besonders der Stadtbezirksamtsleiter Thomas Grundmann.

    Anschließend weihte der Friedhofsleiter am Ehrengrab eine QR-Code-Stele ein, die zur Historie der hiesigen Luftfahrtindustrie führt. Bei der anschließenden Kranzniederlegung platzierte Dr. Ulrich Unger das Gebinde der GBSL, welches Norbert Reinkober organisiert hatte. Beide sind Vorstandsmitglieder der GBSL. Interviews der Lokalpresse und Diskussionen der Teilnehmer rundeten diese bestens gelungene Gedenkveranstaltung ab. Der MDR-Sachsenspiegel brachte am gleichen Tag einen Bericht über das Gedenken und einen sachlichen Rückblick auf die Luftfahrtindustrie der DDR. Ergänzt haben die Fernsehmacher das Ganze mit der Vorstellung eines flugfähigen Modells der 152 im Maßstab 1:10 des sächsischen Luftfahrtenthusiasten Andreas Lorenz aus Großerkmannsdorf.

    Unser Dank geht an die Organisatoren der IG Luftfahrt Dresden, besonders an Brigitte Otto und Konrad Eulitz.

    HDT und UU

    2022

    Die GBSL auf der AERO

    Die AERO 2019 noch in guter Erinnerung starteten wir im April 2022 nun wieder in Richtung Bodensee – optimistisch, aber mit der Frage im Hinterkopf, wie wird die Atmosphäre nach drei Jahren Pause sein. Die Messe Friedrichshafen stellte der GBSL in der Halle B4, dem traditionellem Standort unserer Gesellschaft, wie bereits bei den vergangenen Messen eine Fläche von rund 100 m² zur Verfügung und dies zu Bedingungen, die uns die Teilnahme als ideeller Aussteller ermöglichte. Auch zwei ausgefallene Messen haben das perfekte Messe-Management der Friedrichshafener nicht beeinträchtigt.

                                                                                                                                  
    Das Thema unserer Ausstellung lautete: „Brunolf Baade – ein deutscher Luftfahrtpionier“. Auf 20 gerahmten Postern wurde den Besuchern das Leben und die Leistungen Baades nahegebracht. Den biografischen Teil der Ausstellung gestaltete der Ortschronist von Eichwalde bei Berlin – dort befindet sich das Ehrengrab von Baade – Herr Wolfgang Flügge und der Schwiegersohn von Baade, Herr Joachim Baade. Die GBSL hat den Ausstellungsteil Leistungen beigesteuert. In drei Vitrinen hatten

    wir exklusive Modelle des ersten deutschen in Serie gebauten Verkehrsjets 152 und des Verkehrsflugzeuges „Iljushin IL-14P“ präsentiert. Von letztgenanntem Typ hat die DDR-Luftfahrtindustrie 80 Exemplare für das Inland und den Export gebaut.

    Ein Teil der versteiften Außenhaut des Rumpfes der „152“ vermittelte einen Eindruck vom Dichtnietverfahren aus den 50er Jahren. Kopien von dazugehörigen Flugzeugbau-Dokumenten und einer der beiden Vierblatt-Propeller des Windkanalmodells für das in der DDR projektierte Agrarflugzeug 157 „FLORA“ rundeten die Exposition ab. Die Ausstellung war während der gesamtem Messe immer gut besucht und hat zu fruchtbaren Diskussionen geführt, die ihrerseits diesen Abschnitt deutscher Luftfahrtgeschichte vielen Besuchern zum Teil erstmals bekannt gemacht hat.                                            

    Mit weiteren Postern zur umfassenden historischen Aufarbeitung des Themas Flugsicherung durch unser Mitglied Frank W. Fischer, zu unseren Editionen und zum 30-jährigen Bestehen der GBSL haben wir eine ansprechende Standgestaltung vorweisen können, die auch von den Messebesuchern angenommen wurde. Der Messestand der GBSL am Bodensee fungierte auch 2022 als Treffpunkt der Szene, was uns verständlicherweise sehr erfreut hat. Zunächst war man froh, sich nach drei Jahren Pause wieder zu sehen und diskutieren zu können. Das gesamte Messeteam der GBSL unter Leitung unseres Vorsitzenden Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht hat eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Arbeit geleistet und die GBSL würdig und nachhaltig präsentiert.

    Hans-Dieter Tack

    Wir auf der ILA 2022

    Die ILA ist wieder auferstanden und die GBSL war dabei. Für diese Möglichkeit gilt unser Dank der ILA-Projektleiterin Heike Hemmer und ihrer Mitstreiterin Alexa Rohling von der Messe Berlin, die uns in der Halle 6 neben der Europäischen Raumfahrtagentur EASA und in Rufweite zum DLR, der Fraunhofer Gesellschaft, der Ariane-Raketenbauer, der Satellitenproduzenten OHB aus Bremen und dem Airbus-Stand platzierten. Wie immer, hat unser Vorstand Stefan Grave die Messe Berlin dahingehend überzeugt, uns überhaupt und so prominent unterzubringen, dafür bedanken wir uns ausdrücklich bei Stefan.

    Den 12-Quadrat-Meter-Stand haben wir optimal genutzt, um unsere Gesellschaft vorzustellen, auf unsere Leistungen zu verweisen und unsere Homebase ins Blickfeld der Besucher zu rücken. Deren Echo bestätigte unsere Präsentation. Wie schon zur AERO in Friedrichshafen gestaltete sicher unser Auftritt zur ILA zum Szenetreff der Luftfahrtfamilie. Uns kontaktierten traditionell der Chefredakteur Lutz Buchmann und der Redakteur Uwe W. Jack von unserem Gründungsmitglied FliegerRevue. Mit dem DLR gab es ständige Austausche, so mit dem Sprecher des Vorstands, unserem Mitglied Andreas Schütz und mit dem Entwicklungsleiter Jonas Fischer. Die Marketingmanagerin der EASA, Luise Weber-Steinhaus hatte Gesprächsbedarf wie auch Dr. Sven Daniel Koechler von North American Aerospace Industries. Zwei fliegende Rechtsanwältinnen aus Hamburg, Dr. Britta Liebert und Katja H. Brecke, interessierten sich für die Arbeit der GBSL und wie man Mitglied werden könne. Ein Generalmajor der Luftwaffe suchte Unterstützung für die Namensgebung der Kaserne in Roth, südlich Nürnberg, nach Otto Lilienthal. Die Schkeuditzer Firma ABS, Zulieferer für die Luftfahrtindustrie und in dieser Eigenschaft Aussteller auf der ILA besuchte uns mit ihrem Geschäftsführer Dipl.-Betriebswirt Frank Linsenbarth und ihrem Technischen Leiter Dipl.-Ing. Jürgen Espig. Edmund Meyer von der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz gehörte auch zu den interessierten Besuchern unseres Standes.

    Gefreut haben wir uns verständlicherweise, wenn langjährige Verbündete unserer Bewahrungsarbeit das Gespräch auch zur ILA mit uns suchten. So konnten wir Gedanken austauschen mit Wolfgang Küppers vom Förderverein Luftwaffenmuseum Gatow, mit Dr. Peter Korrell, gestandener Buchautor, mit Dr. Robert Kluge vom Deutschen Museum München, mit Detlef Billig, der heute excellente Modelle kreiert sowie mit dem langjährigen und verdienstvollen ehemaligen Schönefelder Bürgermeister Dr. Udo Haase. Alexa Rohling von der Messe Berlin hat uns auch besucht, nach unserer Zufriedenheit gefragt, die wir natürlich uneingeschränkt bestätigen konnten, und wir haben die Gelegenheit genutzt unsere Teilnahme an der ILA 2024 anzuzeigen. Dieses große Interesse an den Leistungen unserer Gesellschaft hat uns bestärkt auch weiterhin die Luftfahrtmessen zur Präsentation zu nutzen.

    Ein fleißiges Team der GBSL hat die ILA-Präsentation vorbereitet und ausgeführt. Direkt eingebunden waren Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht, Andreas Dietrich, Stefan Grave, Stefan Lehmann, Klaus-Peter Kosanke, Jörn Lehweß-Litzmann, Norbert Reinkober, Hans-Dieter Tack, Dr. Ulrich Unger, Wolfgang Witzke und unsere hilfreiche Kraft von der WISTA-Adlershof, Helge Oswald.

    Neben allen Stress und aller Arbeit, war es doch ein Erlebnis und die Bestätigung, dass wir ein richtig gutes Team sind.

    HDT

    Lange Nacht der Wissenschaften 2022 in Adlershof

    Es gehört mittlerweile zu den guten Traditionen der GBSL an ihrem Heimatstandort aktiv an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Wie in den vergangenen Jahren boten wir den unterschiedlichsten Besucherinteressen Gelegenheit den Großen Windkanal mit „Röhre“ und Messgebäude kennenzulernen. Obwohl die Humboldt Universität zu Berlin vergleichsweise „eingedampft“ teilnahm, so war das UniLab-Team nicht präsent, hatten wir die ungebrochene Unterstützung von Professor Burkhard Priemer, Didaktik der Physik der HU, er ist eben ein zuverlässiger Partner. Die Vorbereitung in der WISTA – unter deren Segel fungierten wir – lag dieses Jahr erstmals in der Hand von Silvana Schneider von der WISTA conventions, und es hat auch wie vorher alles geklappt. Ihr gebührt für das gezeigte Engagement Dank und Anerkennung!

    Unser Programm mit sieben Führungen zu jeder vollen Stunde haben wir umgesetzt. So konnten rund 175 Personen (25 Personen je Gruppe) die Röhre des Großen Windkanals besuchen. Erfreulich war das große Interesse an der von uns gestalteten ständigen Ausstellung zu den technischen Denkmalen in Adlershof. Die GBSL-Guides haben wieder viele fachbezogene Diskussionen geführt, Fragen zum Windkanal beantwortet und die Arbeit der GBSL dem aufgeschlossenen Publikum nahegebracht. Norbert Reinkober hat die Anmeldung und Gruppenbildung perfekt gemanagt. Den Infostand hat Jörn Lehweß-Litzmann  „bespielt“, Fragen der Besucher beantwortet und die Einlasskontrolle am GWK vollzogen. Als Guides für die Führungen waren eingesetzt Hans-Dieter Tack und die beiden WISTA-Guides Helge Oswald und Frank Lauterbach. Ohne die beiden WISTA-Guides hätten wir das Programm nicht realisieren können. Hervorzuheben ist noch der Einsatz von Helge Oswald in der Vorbereitung und Nachbereitung unseres Auftritts.

    In den Dank für Vorbereitung und Ausführung sind neben der Genannten auch Klaus-Peter Kosanke und Dr. Uli Unger eingebunden.

    HDT

    Bericht über den Tag des offenen Denkmals 2022 in Adlershof

    Traditionsgemäß hat die GBSL in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Landschaftspark Johannisthal die technischen Denkmale am Campus der Humboldt Universität und den Landschaftspark Johannisthal für interessierte Besucher geöffnet, als Teil des gesamten Berliner Programms und so auch im Programmheft mit 4 Führungen je 1,5 h ausgewiesen. Der Andrang von Besuchern war so groß, dass wir die Führungen parallel organisierten und damit rund 250 Personen bedienen konnten. Es handelte sich ausschließlich um an der Luftfahrtforschung interessierte Besucher mit denen wir gern zur Luftfahrtgeschichte auch ausgiebig diskutierten.

    Die drei technischen Denkmale, Großer Windkanal mit Messgebäude, Trudelwindkanal und Schallgedämpfter Motorenprüfstand sowie der Landschaftspark genießen nunmehr seit Jahren eine ungebrochene Aufmerksamkeit. Als sehr hilfreich zum Verständnis des Trudelns erwies sich der erstmals von uns gezeigte Filmausschnitt zum Trudelversuch aus einem im Trudelturm in den 30er Jahren gedrehten Lehrfilm der DVL. Die ständige Ausstellung zu den technischen Denkmalen im Messgebäude, im Auftrag der Humboldt Universität von der GBSL erstellt, war ständig gut besucht.

    Auch finanziell war für die GBSL die Veranstaltung erfolgreich, Mit einer Nettoeinnahme von rund 260,00 € (Verkauf von Heft 3 aus der Schriftenreihe „Technische Denkmale in Adlershof“ und das Windkanalbuch) können wir sehr zufrieden sein. Als Guides waren im Einsatz von der GBSL Norbert Reinkober, Hans-Dieter Tack und Dr. Ulrich Unger sowie Frank Lauterbach vom Förderverein Landschaftspark. Unser GBSL-Mitglied Siggi Stolle hat die Anmeldung und Gruppenbildung organisiert sowie den Info-Punkt betreut. Alle Beteiligten waren bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit gefordert.

    Wir haben nun zahlreiche Tage des offenen Denkmals mitgestaltet, aber es gibt doch immer noch etwas zu verbessern. So müssen wir uns bemühen, unser Team um mindestens zwei Personen zu vergrößern, um auch künftig einen reibungslosen Ablauf zu garantieren, der Veranstalter muss uns helfen, indem er auch im Programmheft bzw. auf den Aushängen auf die Anmeldeplicht der Besucher hinweist – für uns wäre das eine deutliche Erleichterung bei der Organisation der Besuchergruppen,
    die Mitveranstalter wie WISTA und Humboldt-Uni müssen künftig auch ihrerseits vorher die volle Nutzbarkeit der vorgesehenen Denkmale prüfen um eventuelle Unfälle zu vermeiden.

    Da wir seit Jahren miteinander gut zusammenarbeiten, müsste das zu klären sein.

    Hans-Dieter Tack

    Windkanalausstellung bei der Nacht des Wissens in Göttingen

    In Göttingen findet alle zwei Jahre die sogenannte „Nacht des Wissens“ statt, bei der die Universität und zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihre Tore öffnen. Am 09.07. konnten Besucherinnen und Besucher im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) von 17-24 Uhr nicht nur eine Reihe von Forschungsanlagen hautnah erleben, sondern auch eine Ausstellung zur Geschichte der Windkanäle ansehen, die die GBSL in Zusammenarbeit mit dem DLR erstellt hat. Die Ausstellung umfasst 40 Poster und stellt die Entwicklung der Windkanaltechnik von den Anfängen bis heute dar. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit ab dem 19. Jahrhundert.

    Präsentiert wurde die Ausstellung im Kantinengebäude des DLR in Göttingen, das über eine bewegte Geschichte verfügt. Erbaut im Jahr 1937, diente es zunächst als Werkskantine und wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als Unterkunft für die britischen Besatzungsoffiziere genutzt, die auf dem Gelände der Aerodynamischen Versuchsanstalt (AVA), einer Vorgängerorganisation des heutigen DLR, stationiert waren. 1948 wurde in diesem Gebäude die Max-Planck-Gesellschaft gegründet. Heute dient das Gebäude wieder als Kantine und wurde eigens für die Veranstaltung leergeräumt, um eine möglichst große Ausstellungfläche zu schaffen. So konnten bis zu 40 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig einen Blick auf die Ausstellungsposter werfen.

    Besonders faszinierend war für Gäste und DLR-Mitarbeitende gleichermaßen die Fülle an historischen Fotos. Die Ausstellung enthält eine Vielzahl von Aufnahmen, die bisher unveröffentlicht in Archiven geschlummert haben.

    Die Ausstellung, die zahlreiche historische Aufnahmen aus den Vorgängerorganisationen des DLR in Braunschweig, Berlin-Adlershof und Göttingen präsentiert, wird im nächsten Schritt als Wanderausstellung durch verschiedene DLR-Standorte gehen, so dass Mitarbeitende die Möglichkeit haben, die Geschichte ihres eigenen Standorts neu zu entdecken.
    Dr. Jessika Wichner                                                                                           

    Die GBSL in Gatow

    Nach AERO und ILA war das Flugplatzfest Gatow für uns das wichtigste Großereignis des Jahres. Am 3. und 4. September präsentierten wir uns in einem großen Zelt direkt vor dem Hangar 3. Die Abstimmung mit dem Luftwaffenmuseum hatte traditionell Jörn Lehweß-Litzmann in der Hand. Aufmerksam hatte die Berliner Donnerstagsrunde das mitzunehmende Equipment und vor allem ein möglichst passendes Angebot für das erwartete Publikum zusammengestellt. Wir selbst traten mit großer Mannschaft an:
    Es waren alle da, die es irgendwie bewerkstelligen konnten, einschließlich der alters- gesundheitlich Gehandikapten. Nach der Corona-Pause war es wie ein Befreiungsschlag, wieder Flugplatzfest zu machen. Diese Stimmung lag an diesem Wochenende wie eine angenehm duftende Wolke über dem Flugplatz Gatow.                                                                                                      

    Durch die Vielzahl unserer Mitwirkenden (Die Mannschaft bestand aus11 Mann an beiden Tagen!) lief die Organisation flüssig und wir konnten in Gatow ein erfolgreiches Heimspiel zeigen. Rechtzeitig kamen Bücherpakete von Hans-Joachim Ebert aus München an und er selbst tauchte natürlich auch auf. Stefan Lehman transportierte mit seinem Transporter die Ausrüstung, kleinere Sachen und die Mannschaft verteilten sich auf die diversen PKW-Fahrer. Bis auf den Berliner Riesenstau beim Abtransport am Sonntag funktionierte alles gut.

    Schon während des Aufbaus beehrte uns OSL Leonhard, Leiter des Museums, mit seinem Besuch. Es folgten ihm viele Freunde und Mitstreiter. Auch Familie Sensen war aus München eingeflogen. Teilweise kam es zu ersten persönlichen Kontakten mit Luftfahrtfreunden, welche in der Corona-Zeit nur virtuellen Kontakt mit der GBSL hatten. Sehr erfreulich war das Interesse der vielen Besucher, die uns wie in alten Zeiten eine ordentliche Anzahl an Modellen, neuer und antiquarischer Bücher sowie sonstiger Artikel abkauften. Unter sonstigen Artikeln waren nicht zuletzt die uns von Wolfgang Witzke überlassenen Bestände seines ehemaligen Fliegerladens gefragt. Wolfgang war hier selbst kompetent im Einsatz. Im Ergebnis stand auch auf der materiellen Seite ein dickes Plus. Das war nach der langen Pandemiepause auch erforderlich.

    Wichtigstes Ergebnis aber waren die unzähligen Gespräche über Luftfahrtgeschichte und ihre Bewahrung, die Verbreitung von Informationen an neugierige Interessenten für die GBSL und die Vertiefung von Kontakten mit unseren traditionellen Partnern.

    Ulrich Unger

    2021

    Tag des offenen Denkmals am 12. September 2021 in Berlin-Adlershof

    Nach der durch Corona erzwungenen Pause, konnten wir wieder Führungen durch die Technischen Denkmale der Luftfahrtforschung am Campus der Humboldt-Universität durchführen. Es ging durch den Großen Windkanal einschließlich Messgebäude sowie den Schallgedämpften Motorenprüfstand und die WISTA öffnete den Trudel-Windkanal.

    Nach zwei Jahren konnten wir so das gesamte Programm anbieten. Wir, das war die GBSL mit Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht, Hans-Dieter Tack, Dr. Ulrich Unger, Klaus-Peter Kosanke, Norbert Reinkober, Stefan Lehmann und Siggi Stolle, verstärkt durch die WISTA-Guides Helge Oswald und Frank Lauterbach. Letzterer hatte mit seiner Fördervereins-Kollegin Dr. Birgit König Führungen zum Landschaftspark Johannisthal im Angebot. Und die Humboldt-Studenten von MOPS boten im Motorenprüfstand Kaffee und Kuchen an. Es war wie in alten Zeiten (vor Corona).

    Am Sonnabend davor hatten wir die Objekte inspiziert und unseren Stand eingerichtet. Da war auch schon eine Besucherin da, die wir höflich auf das Sonntags-Programm verwiesen haben.

    Es darf ruhig einmal darauf hingewiesen werden – wir waren die Einzigen auf dem gesamten Adlershofer Gelände, die einen Beitrag zum Tag des offenen Denkmals geleistet haben. Rund 250 Besuchern konnten wir mit 10 Führungen von 10:00 bis 16:00 Uhr Adlershofer Luftfahrtgeschichte nahebringen. Beeindruckend – ein durchweg aufgeschlossenes und hoch interessiertes Publikum, das nur wegen dieser Denkmale gekommen waren. Das zeigte sich sowohl in den Diskussionen als auch am Interesse an der ständigen Ausstellung zur Adlershofer Luftfahrtgeschichte im Messgebäude, die immer gut besucht war. Diese Ausstellung hatte die GBSL vor einigen Jahren im Auftrag der Humboldt-Universität erstellt.

    Danke an alle, die zum Erfolg beigetragen haben!

    Hans-Dieter Tack

    Teilnahme am Roten Rathaus                   

    Am Stand der WISTA hat sich auch unsere Gesellschaft – Hans-Dieter Tack und Dr. Uli Unger – am Aktionstag, dem 7. August 2021, vor dem Roten Rathaus präsentiert und die GBSL allgemein und die technischen Denkmale von Adlershof im Besonderen einem interessierten Publikum vorgestellt.Wir beantworteten Fragen zur Luftfahrtgeschichte und besonders zu den technischen Denkmalen – Großer Windkanal, Trudelwindkanal und schallgedämpfter Motorenprüfstand – die wir in einer Präsentation vorstellten. Sylvia Nitschke, WISTA-Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation, hatte das professionell vorbereitet, alle Fäden vor Ort in der Hand und ein ansprechendes Plakat für die GBSL hergestellt.

     Allerdings war der Anmeldeaufwand bei der Senatsverwaltung von Berlin immens.

    Ausstellung zum Leben und Schaffen des deutschen Flugzeugkonstrukteurs
    Brunolf Baade in Rothenburg/Lausitz

    Das Gemeinschaftswerk der Eichwalder Ortschronisten, von Joachim Baade und der GBSL konnte mit großer Besucherresonanz im Rathaus von Eichwalde, im Technikmuseum „Hugo Junkers“ Dessau, im Rathaus Dresden-Klotzsche und auf dem Flughafen Dresden präsentiert werden.
    Am 26. August dieses Jahres wurde die Ausstellung in das Technik-Museum Rothenburg/Lausitz umgesetzt. Die Logistik von Dessau bis Rothenburg hat unser Mitglied Andreas Dietrich gemanagt.
    Er hatte dabei die Unterstützung der Gastgeber der Ausstellung. Den Mitarbeitern des Rathauses Klotzsche und des Dresdner Flughafens gilt ein besonderer Dank. Die Mitglieder der IG Luftfahrt Dresden haben das immer unterstützend begleitet, und Brigitte Otto hat zum Museumstag am 11. September in Rothenburg auch die GBSL mit vertreten.

    Mit der Dresdner IG Luftfahrt wird die Zusammenarbeit immer enger und ergebnisreicher, darüber freuen wir uns natürlich.

    (Das Modell der 152 im Hintergrund ist die Leihgabe eines Modellbauers)                    

    HDT

    Stölln / 125. Todestag Otto Lilienthal
    Am 10. August jährte sich der Todestag von Otto Lilienthal zum 125. Mal. Dazu gab es verschiedene Aktivitäten in der Luftfahrtszene.

    Der Otto-Lilienthal-Verein Stölln organisierte zum Lilienthal-Fest am 8. August an der Absturzstelle eine würdige Gedenkstunde. Zugegen waren neben den Vertretern von vor Ort – wie aktive und ehemalige Bürgermeister (genauer Frau Bürgermeisterin Sybille Heling), die Flugsportler, die Freiwillige Feuerwehr usw. – auch Gäste von Nah und Fern wie Flugkapitän Kallbach, Segelflugveteran Max Skuppin und viele andere, darunter wenigstens drei unserer Mitglieder. Den Erinnerungsstein schmückten die Kränze der Gemeinde Gollenberg (der offizielle Name), des Luftsport-Landesverbandes Brandenburg, des Flugsportvereins Stölln/Rhinow sowie die schönen Modelle des Modellbauers Helmut Wernike. Nach den Reden und ungezwungenen Gesprächen kehrte die Teilnehmer noch in Erinnerungen an die tragischen Ereignisse von 1886 befangen zum eigentlichen Fest an der Il-62 Lady Agnes zurück.

    Einer der Höhepunkte des Festes war dann die Buchvorstellung und Lesung unseres Mitglieds Björn Kiefer zu seiner Arbeit über Segelflugschule Stölln.

    2020

    Corona blockiert bzw. behindert unter vielen anderen Dingen auch noch weiter die Aktivitäten der Luftfahrt, sowohl im Luftverkehr als auch in der Veranstaltungstätigkeit. Und so ist auch unser Wirken im Verein vor allem auf Lesen und Schreiben gerichtet und auf vorbereitende Arbeiten, falls Veranstaltungen wieder möglich sind.

    Baade-Ausstellung in Dessau

    Die von den Historikern der Gemeinde Eichwalde erstellte Ausstellung über Brunolf Baade fand allseits große Anerkennung. Durch die Kontakte mit Herrn Joachim Baade und die Aktivitäten Jörg Lehweß-Litzmanns wuchs auch die Verbindung der GBSL zu den Eichwaldern, was zunächst zu einer gemeinsamen würdigen Gedenkveranstaltung zum 50. Todestag von Brunolf Baade in Eichwalde führte. Nun war auch die Idee naheliegend, die Baade-Ausstellung einem weiteren Kreis von Luftfahrtinteressierten zugänglich zu machen.

    Als erster bewarb sich das Technikmuseum Hugo Junkers in Dessau um die Ausstellung. Dazu fertigte die GBSL zusätzliche zehn Poster für die Flachausstellung und stellte das ihr gehörende berühmte Modell der 152 zur Verfügung, welches auf Baades Schreibtisch stand und daher weit bekannt ist.

    Am 25. Juni 2020 kamen die Dessauer mit Museumsleiter Gerd Fucke in unsere Geschäftsstelle und luden die verpackte Ausstellung mitsamt Gitterwänden auf ihr Fahrzeug. Im Museum wurde der Transport schon von vielen Helfern erwartet. Eigentlich war dann mit meinen Hinweisen im Handumdrehen die Ausstellung errichtet und die blitzeblanken Vitrinen mit den Exponaten gefüllt.
    Der Höhepunkt kam, als der Schreibtisch von Prof. Baade ins Museum antransportiert wurde und das Modell darauf wieder seinen Platz fand, so wie es jahrelang zur Zeit des DDR-Flugzeugbaues dort stand. Die ganze Aktion war von beiden Partnern gut vorbereitet und verlief ohne jede Panne.

    Den Kritiken der Medien und sonstigen uns bekannten Kommentaren nach zu urteilen, findet die Ausstellung offensichtlich viel Interesse und Lob. Eine gelungene Sache in diesen unseligen Corona-Zeiten. Als nächstes wird die Ausstellung Eichwalde/GBSL in Dresden gezeigt. Wir werden darüber berichten…                                                                                            

    U.U.

    Baade-Ausstellung in Dresden
    Seit Oktober 2020 konnte die GBSL eine vielbeachtete Ausstellung zum Leben und Wirken des deutschen Flugzeugkonstrukteurs Brunolf Baade im Rathaus Dresden-Klotzsche zeigen. In einer sehr übersichtlichen Anordnung wurden Anschauungstafeln platziert, die chronologisch den Lebensweg Professor Baades beschrieben. Auch der nicht mit Luftfahrtthemen vertraute Betrachter bekam auf seinem Rundgang durch die Ausstellung nach und nach ein gutes Bild darüber vermittelt, wie sich Baade zu einem der ganz Großen in der deutschen Luftfahrtindustrie entwickelte, und wie es ihm und seinen Mitarbeitern trotz widrigster Umstände in der Nachkriegszeit gelang, das erste deutsche, vor Turbinen-Luftstrahltriebwerken angetriebene Passagierflugzeug, die „152“ zu entwickeln. Die Ausstellung fand insbesondere deshalb so viel Anklang in der Bevölkerung und war damit ein so großer Erfolg, weil sie unmittelbar an dem Ort stattfand, wo damals in der noch jungen DDR mit der „152“ deutsche Luftfahrtgeschichte geschrieben wurde – nämlich in Dresden-Klotzsche.
    Und kurz vor Redaktionsschluss erreichte uns die erfreuliche Nachricht, dass die Ausstellung ab 23. Februar im Flughafen Dresden zu sehen ist!

    Andreas Dietrich

    Tag des offenen Denkmals 2020

    Der Tag des offenen Denkmals in Berlin-Adlershof gehört seit Jahren zu den traditionellen Veranstaltungen der GBSL. Gemeinsam mit dem Förderverein Landschaftspark Johannisthal haben wir auch dieses Jahr interessierten Besuchern die technischen Denkmale von Adlershof und die Johannisthaler Naturlandschaft präsentieren können, natürlich eingeschränkt infolge der Corona-Regeln, die wir strikt eingehalten haben. Das Programm mussten wir darauf ausrichten. Leider konnten wir den Großen Windkanal nicht begehen, aber Professor Priemer von der Humboldt Universität hatte uns genehmigt das Messhaus zu öffnen, den Eingang mit Flatterband zu sperren und wenigstens so einen Blick ins Innere zu ermöglichen. Die von uns gestaltete Dauerausstellung zu den technischen Denkmalen haben wir zu großen Teilen aus dem Messgebäude herausgenommen, im Freien davor positioniert und konnten damit den Besuchern Geschichte und Funktion der ehemaligen Forschungseinrichtungen der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) vorstellen. Auch unseren Informations- und Buchverkaufsstand hatten wir daneben eingerichtet. Dort mussten sich die Besucher anmelden und in Listen eintragen. Die Gruppenbildung verlief problemlos. Uns hat das ausnahmslos von Allen gezeigte Verständnis imponiert. Der Große Windkanal konnte also nur von außen in Augenschein genommen werden. Ebenfalls von außen haben wir den schalldämpfenden Motorenprüfstand erläutert. Corona-bedingt geschlossen, gab es auch keinen Kaffee und Kuchen. Das gehörte sonst mit zur Tradition des Denkmaltages.

    Mit auf 5 Besuchern limitierte Gruppen konnten wir den Trudel-Windkanal auch innen präsentieren. Neu hatten wir ins Programm eine Besichtigung des Hans-Grade-Saales im Forum Adlershof aufgenommen. Im Saal hängt ja bekanntlich ein maßstabsgetreuer Nachbau des berühmten Eindeckers, mit dem Hans-Grade 1909 in Johannisthal/Adlershof den Lanz-Preis der Lüfte erflogen hatte.

    Ein in jeder Hinsicht aufgeschlossenes und interessiertes Publikum, in etwa 150 Personen, war Lohn für die Aktion unter erschwerten Bedingungen. Die GBSL-Mannschaft mit dem Vorsitzenden Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht, Hans-Dieter Tack, Dr. Uli Unger, Gerd Sprieß, Stefan Lehmann, Norbert Reinkober, Heinz Roschkowski und Klaus-Peter Kosanke, als Vorbereiter, hat sich gemeinsam mit den WISTA-Guides Helge Oswald und Frank Lauterbach, dem Vorsitzenden des Fördervereins Landschaftspark, erfolgreich geschlagen. Auch Literatur konnten wir verkaufen, die Renner waren das Heft 3 unserer Schriftenreihe, die Technischen Denkmale, und die Broschüre 100 Jahre Adlershof.

    Unser Dank gilt der WISTA-Management GmbH und der Humboldt Universität Berlin für ihre Unterstützung. Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei, ob mit oder besser ohne Corona.

    Hans-Dieter Tack

    2019

    Wir gedenken gemeinsam mit den Angehörigen der Besatzung an den Absturz der 152 vor 60 Jahrenauf dem Friedhof von Dresden Hellerau.

    Gedenkfeier für Professor Brunolf Baade                                      an seinem Ehrengrab auf dem Friedhof von Eichwalde mit den Angehörigen und Bekannten. Im Anschluss daran wurde zum Thema „Flugzeugbau in Dresden“ eine Sonderausstellung der GBSL im Rathaus Eichwalde eröffnet.

    Offenes Wochenende am militärhistorischen Museum in Gatow

    Wir haben unseren Stand in der Halle der Modellbauer.

    Beisetzung von Gerhard Güttel

    Mit Gerhard Güttel ist einer der bekanntesten Testpiloten auf der „152“ von uns gegangen. Wir werden ihn immer in guter Erinnerung behalten.

    Leider haben die schmerzlichen Verluste durch Totesfälle von der Luftfahrt verbundenen Persönlichkeiten auch zum Jahresende hin nicht aufgehört. Wir trauern mit den Angehörigen um Wolfgang Hesse, verstorben am 24. November 2019.

    Mit Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tode Wolfgang Hesses, des langjährigen Geschäftsführers des Flughafens Leipzig/Halle und unseres treuen Luftfahrtfreundes, vernommen. Mit Wolfgang Hesse verliert die deutsche Luftfahrt eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten, der Flughafen Leipzig/Halle den Initiator für seine heutige Bedeutung und die GBSL mit ihrer Interessen-gemeinschaft Luftfahrt Schkeuditz einen Freund und Förderer ihrer Arbeit. In Vorbereitung des 70. Jahrestages der Eröffnung des Flughafens haben wir ab dem Jahr 1996 mit Wolfgang Hesse eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zur Bewahrung der Geschichte des Flughafens Leipzig/Halle gepflegt. Unvergessene Höhepunkte, wie die Feierlichkeiten im Jahr 1997 zu diesem 70. Jahrestag oder im Gedenken an den französischen Flugpionier Gabriel Poulain im Jahr 2000, der 1910 mit seinem Flugzeug den heutigen Luftfahrtstandort markierte, werden uns immer an Wolfgang Hesse erinnern. Wenn heute das Verkehrsflugzeug Iljushin IL-18 in den Farben der DDR-Lufthansa das Interesse der Fluggäste und Besucher des Flughafens auf sich zieht, dann verdanken wir das im großen Maße dem Verstorbenen. Seine größte Leistung war es, zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen für die Entwicklung des Flughafens Leipzig/Halle zu treffen und die Umsetzung erfolgsorientiert voranzutreiben. Das wird von Wolfgang Hesse in der öffentlichen Erinnerung bleiben, ein Flughafen der international etabliert ist. Ein besseres Denkmal kann man sich für den Chef eines Flughafens nicht wünschen. Wir verneigen uns vor seiner integren Persönlichkeit, einem Luftfahrtfachmann und Freund unserer Gesellschaft.

    Im Namen des Vorstands 

    Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht, Vorsitzender

    Dipl.Ing. Hans-Dieter Tack, stellertretender Vorsitzender

    Klaus Peters hat mit dem 29. Dezember 2019 den „Sack“ zugebunden und wir haben uns alle gewünscht und gehofft, dass im Neuen Jahr erst einmal Ruhe einkehrt.

    Ich habe ja auch in den letzten Jahren vor allem in den Wintermonaten viele treue und geschätzte Berufskollegen aus dem 4man-Cockpit der Il-18 und l-62 verloren, mit denen ich oftmals Tage bis zu einer Woche unterwegs war. Da waren über viele Jahre auch Freundschaften entstanden, auch durch gemeinsames Handeln und Verantwortung im Cockpit für die Sicherheit von Passagieren und Besatzung an Bord.

    Ihr Webmaster und Flugkapitän Gerd Sprieß

    Wir begehen das hundertjährige Jubiläum des zivilen Luftverkehrs in Deutschland. Die ersten Flüge wurden für die Reichsregierung in Weimar von Berlin aus über Leipzig für den Transport von Post und kurze Zeit später auch mit Passagieren durchgeführt. Auf den Rumpf von Aufklärer-Flugzeugen aus dem zweiten Weltkrieg wurden hinter dem Pilotensitz Kabinen für Passagiere auf den Flugzeugrümpfen aufgesetzt. Aus diesem Anlass hat die GBSL in einer Veranstaltung mit dem Bürgermeister eine Ausstellung im Rathaus Schönefeld übergeben.

    2018

    Aero Friedrichshafen 2018, vom 18. bis 22.April

    Zu den Stammausstellern der AERO seit 1993 gehörend, war es Pflicht und Kür auch 2018 die GBSL am Bodensee zu präsentieren. Auf einer Fläche von über 100 m² konnten wir mit Auszügen aus der Ausstellung zur Geschichte des Verkehrsfluges in Deutschland schon mal die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf das 100-jährige Jubiläum des Zivilluftverkehrs richten, das wir 2019 begehen. Die repräsentative Ausstellung wurde vom Werftverein Schleißheim des Deutschen Museums München erstellt und uns überlassen. Ergänzt durch Modelle aus den 20er Jahren des Luftverkehrs konnten wir somit die Geschichte des Zivilluftverkehrs einem interessiertem Publikum nahebringen. Erfreut über einen nicht abreißenden Publikumsverkehr an unserem Messestand, können wir ohne Übertreibung feststellen, wir werden zielgerichtet aufgesucht, nicht nur von unseren Mitgliedern. Das spricht für die Qualität unserer Arbeit. Kontakte zu unseren Partnern konnten wir vertiefen und neue knüpfen. Das Projektteam der Messe Friedrichshafen unter Leitung von Roland Bosch hatte, wie eigentlich jedes Jahr, die Messe wiederum perfekt organisiert und uns beste Bedingungen für die Teilnahme geboten. Bei seinem Besuch an unserem Messestand haben wir uns bei Roland Bosch dafür auch bedankt. Auf Wunsch der Messeleitung hatten wir dieses Jahr zwei Mitaussteller am Stand. Den Verlag Nordkurier aus Neubrandenburg, dessen Neuauflage „Sterben war ihr täglich Brot: Die Testpiloten von Rechlin“ wir mit angeboten haben. Ein Buch unseres Mitgliedes Luftfahrttechnisches Museum Rechlin. Den zweiten Mitaussteller, Michael Kimmerl, der ein Buch über seine fliegerischen Erlebnisse vorstellte, konnten wir als neues Mitglied gewinnen. Neben dem ideellen Ergebnis ist auch das finanzielle von entscheidender Bedeutung. Alle optimistischen Planungen wurden übertroffen. Nach Abzug aller Kosten konnten wir einen richtig guten Überschuss erwirtschaften, eigentlich den besten seit unseren Teilnahmen an der AERO. Dazu verhalfen uns antiquarische Leckerbissen aus dem Fundus unserer Mitglieder Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht und Hans-Joachim Ebert. Auch unsere GBSL-Bestände verkauften sich gut, wie Bücher, Modellbaukästen und Fertigmodelle. Hier waren die der GBSL von unserem Mitglied Stefan Grave überlassenen der Renner. Die Bücher aus der Feder unserer Mitglieder Jörn Lehweß-Litzmann, Karl-Dieter Seifert und Dr. Ulrich Unger waren gleichermaßen gefragt. Eine enorme Fleißarbeit, tiefgründig recherchiert, kennzeichnet die umfassende Geschichte der Flugsicherung in der DDR von unserem Mitglied Frank Fischer, der diese am Stand vorstellte. Ohne die Unterstützung durch das Autohaus Freydank wäre allerdings die Teilnahme an der AERO finanziell nicht zu stemmen. Wir freuen uns und sind dankbar, dass nach dem Tode des Firmengründers, unseres unvergessenen Mitgliedes Peter Freydank, das Autohaus diese Förderung der Arbeit der GBSL weiter führt. Unser Messe-Team, Hans-Dieter Tack, Dr. Uli Unger, Hans-Joachim Ebert und Frank Fischer, flankiert durch unser neues Mitglied Michael Kimmerle, hat eine solide Arbeit geleistet und die GBSL würdig präsentiert.
    HDT und UU

    News 2018/Neues 2018

    GBSL-Ausstellung                                                                                               im Mazda-Autohaus-Freydank-Leipzig

    Flugplatzfest Gatow 2018

    Etwas später, als andere Jahre, aber bei diesem heißen Sommer gerade richtig. An diesem Wochenende war es nicht mehr so heiß. Es hat aber auch nicht geregnet. Die GBSL hatte Verkaufsstände und Ausstellung das erste Mal im Hangar 5, wo auch sonst immer die Modellbauer untergebracht waren. Die Ausstellung war dem Thema „Erster Weltkrieg“ gewidmet. Mit eigenen Bücherstand und vielen antiquarischen „Leckerbissen“ war unser Münchener Mitglied Joachim Ebert gekommen. Aber unsere GBSL-Literatur fand ebenfalls reges Interesse und wir hatten auch noch zusätzlich Flugzeugmodelle im Angebot.

    Fotos und Layout GS

    Sogar ein Instrumentenbrett von der Me-109 ist dabei

    Der Hangar 5 wurde vom Militärmuseum völlig neugestaltet. Im Vergleich zum letzten Jahr hat mir der Inhalt ganz gut gefallen, aber Kritiker gibt es natürlich immer und unterschiedliche Meinungen auch.

    Fotos von Klaus Kulke

    Ein persönliches Geschenk für unseren Vorsitzenden.

    Krefeld liegt in Richtung seines Wohnsitzes von Gatow aus gesehen, oder?

    An der Rock and roll-Band vorbei geht es zu Hangar 5.

    Fotos von Dr. U. Unger

    ILA Berlin vom 25. bis 29. April 2018

    Zum wiederholten Mal war unsere Gesellschaft auch auf der diesjährigen ILA in Berlin-Schönefeld vertreten. Nach der erfolgreichen Teilnahme vor zwei Jahren konnten wir auch diesmal erneut einen vollen Erfolg verbuchen. Und es darf daran erinnert werden, dass wir mit nur einer Ausnahme seit 1992 stets auf diese Messe vertreten waren. Am Stand haben wir neben der Information über unsere Arbeit, auch in Form von Publikationen unserer Mitglieder und unserer eigenen Druckerzeugnisse, auch Vorhaben für das nächste Jahr vorgestellt. Dazu diente eine kleine, aber informative Ausstellung, die wir 2019 in wesentlich erweiterter Form zuerst auf der AERO in Friedrichshafen präsentieren werden. Diese Ausstellung wird sich vollinhaltlich mit der Würdigung des Jubiläums der 100sten Wiederkehr der Aufnahme des planmäßigen Linienflugverkehrs in Deutschland befassen. Dafür wurden und werden derzeit auf der Grundlage einer in Arbeit befindlichen Konzeption und in Abstimmung mit unseren potenziellen Partnern die Voraussetzungen geschaffen, um auch über den Rahmen der Ausstellung hinaus dieses Jubiläum würdig zu begehen. Wir sind mit der diesjährigen Teilnahme an der ILA auch deswegen sehr zufrieden, weil es sich wiederholt (und verstärkt) deutlich in dieser Form herauskristallisiert hat, dass unser Stand zu einem attraktiven Treffpunkt der Szene und unserer Partner geworden ist. Ein besonderer Höhepunkt war die Überreichung des Ehrenzeichens der GBSL in Gold an Herrn Andreas Sedlmayr. Damit haben wir das nunmehr nahezu 100-jährige Wirken der Firma Autoflug (in der dritten Generation durch die Familie geführt) und die fortwährende Unterstützung unserer Arbeit durch Dr. Gerhard Sedlmayr und Andreas Sedlmayr gewürdigt. Unsere Gesellschaft wird sich in die Vorbereitung des 100-jährigen Firmenjubiläums im nächsten Jahr einbringen. Mit diesem guten Ergebnis sind alle Weichen gestellt, auch in Zukunft die Teilnahmen an der ILA frühzeitig zu planen.

    Goldenes Ehrenabzeichen für die Firma Autoflug

    GBSL-ILA-Stand

    GBSL „Mannschaft“

    US-Amerikanische Jazzband

    Enkel des Firmengründers AUTOFLUG von Johannisthal
    mit Sohn

    Themenkreis Hugo Junkers – Veranstaltung im Bauhauszimmer

    Am 07.02.2018 hatte der „Themenkreis Hugo Junkers“ ins „Bauhauszimmer“ in der Kühnauer Straße Nr. 161 (Landesverwaltungsamt Dessau) zu einer Veranstaltung unter dem Thema „Die ersten Stewardessen nach Gründung der DLH und der Interflug“ eingeladen. Mit einer sehr interessanten Darbietung (sie wollten es nicht Vortrag nennen) haben beide Stewardessen, Frau Mariane Jacobs-Dahlmann und Frau Hannelore Mildes über ihre damalige Ausbildung und wie sie in die Auswahl gekommen sind, gesprochen. Über Uniformen, die ersten Flugstrecken, Anfänge bei der Ausrüstung im Bordbuffet und Flüge anfangs mit russischen Besatzungen. Abwechselnd haben sie mehrsprachige Begrüßungen und Durchsagen gesprochen. Das Ganze wurde durch eine Powerpoint-Präsentation mit vielen Fotos und Bildern aus dieser Zeit vom Ehemann von Marianne Jacobs-Dahlmann erstellt und präsentiert. Das „Bauhauszimmer“ war bis auf den letzten Platz gefüllt.

    Goldenes Ehrenabzeichen für die Firma Autoflug

    Dienstpass

    Doppelbesatzung Il-14 Crew

    Qualifikationsnachweis

    Il-18-Prospekt

    Mit Cptn. Herbert Kohl

    Service in der Il-18-Hauptkabine

    Mit Cptn. Hans Merkel in der Aero 45

    Befähigungsnachweis

    Zeugniss

    Zur Messe in Leipzig

    Besuch bei SABENA-

    Gehaltserhöung

    Marianne mit Il-18-Besatzung Schneider, Oehmus, Kosel u. Sachse

    Marianne und Mary

    Berlin-Vilnjus-Moskau und zurück

    Für mich war es am 07. Februar 2018 ein besonderes Erlebnis. War ich doch 58 Jahre nicht mehr hier in dieser ehemaligen Hugo-Junkers-Kaserne. Mit 18 Jahren hatte ich vom 01.11.1959 ein Direktstudium bis 30.09.1963 mit Abschluss Flugzeugführer An-2 und Il-14 begonnen. Nach Abschluss und Ernennung zum Unterleutnant wurde ein Teil in Ehren rausgeschmissen und der andere Teil vom neu gegründeten Transportgeschwader Dresden übernommen. Ich war also plötzlich arbeitslos, auch da die Interflug-Kaderpolitik einen sofortigen Einstellungsstopp erklärt hatte. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mir 4 Jahre lang meine Brötchen als Betreuer im „Unterrichtstag in der Produktion“ (UTP) und als Lehrausbilder im „RAW 7. Oktober“ Zwickau zu verdienen. Meine Frau war darüber nicht so traurig, wie ich. Wütend habe ich zwei Jahre den GST-Flugplatz ignoriert, aber dann habe ich es doch nicht mehr ausgehalten und bin wenigstens auf Jak 18a und L-60 geflogen. Nach 4 Jahren durfte ich mich wieder bei Interflug bewerben und meine Ausbildung auf Il-14 und Il-18 fortsetzen. Inzwischen gab es logischerweise chronischen Pilotenmangel, da ja weitere Il-18 und dann auch Il-62 aus der Sowjetunion gekauft wurden. Jetzt wurden alle eingestellt, die irgendwann irgendwo mal ein Flugzeug gesehen oder geflogen hatten. Z.B. NVA, GST, Agrarflug und auch einige If-Bordingeneure (z.B. von der An-24) wurden zu Verkehrspiloten ausgebildet oder umgeschult. Leider mussten wir aber damals über zwei Jahre auf die Zuzugsberechtigung für Berlin und eine Wohnung in Berlin warten und so waren es jetzt Frau und Kinder, die traurig waren. Ich bin zum Wochenende offt geflogen und meine Frau musste in der Woche arbeiten. Da lohnte es sich nicht, nach Zwickau zu fahren. Mein Schicksal teilten zum Beispiel auch Peter Jeremias, Wolfgang Hertwig und Reiner Lörche.

    Auszeichnung für Dr. Uli Unger

    Am 9. Februar feiert Russland seit jeher den Tag der Zivilluftfahrt – vorher, in der Sowjetunion – war das der Tag der Aeroflot. Im Jahre 2018 gab es wie gehabt in der Universität der Zivilluftfahrt in St. Petersburg an dem Tag eine Festveranstaltung. Diese Einrichtung war zu Sowjetzeiten die Akademie der Zivilluftfahrt. Auf dieser Veranstaltung wurde auch unser Vorstandsmitglied Dr. Ulrich Unger mit dem Jubiläumsabzeichen „95 Jahre russische Zivilluftfahrt“ geehrt.

    Wir gratulieren Uli ganz herzlich zu dieser Auszeichnung.

    GS

    Gedenkfeier auf dem Waldfriedhof Wildau 16.05.18

    An der Gedenkstätte auf dem Waldfriedhof Wildau für die größte Flugzeugkatastrophe auf deutschem Boden (siehe auch www.interflug.biz / Flugunfälle / DM-SEA) trafen sich am 16. Mai 2018 einige ehemalige IF-Angehörige, um im Nachgang zu der Gedenkveranstaltung anlässlich des 45. Jahrestages des Absturzes Blumengebinde niederzulegen. Unsere Riege Stewardessen der ersten Generation hatten bei dem letzten IF-Traditionstreffen eine Sammlung für einen Blumenschmuck organisiert, der nun unter Beteiligung einiger Spender an der Begräbnis- und Gedenkstelle niedergelegt wurde. Unter uns weilte auch ein besonders betroffener Anwohner der Absturzstelle, der nicht nur aus nächster Nähe von seinem Balkon seinerzeit den grauenvollen Aufschlag und Ausbrand der Maschine erleben musste, sondern welcher auch die kleine Gedenkstätte am Absturzort in Königs Wusterhausen initiierte und bis heute pflegt.

    Text: Jörn Lehweß-Litzmann
    Fotos: GS

    2017

    Teilnahme der GBSL an der AERO 2017

    Die GBSL nahm in diesem Jahr zum nunmehr 15. Mal an der AERO (05.-08.04.2017) teil. Dank der großzügigen Unterstützung durch unser Mitglied Peter Freydank stand zum wiederholten Mal ein Transporter seines Autohauses in Leipzig zur Verfügung. Am Tag der Anreise führte uns die Fahrt über München, wo wir bei unserem Mitglied Hans-Joachim Ebert mehrere Kartons mit antiquarischer Literatur abholten, die er aus seinem privaten Bestand für den Messeverkauf bereitgestellt hatte. Für diese langjährige Unterstützung an ihn einen besonderen Dank. Das Messeteam bestand in diesem Jahr aus Dr. Bernd-Rüdiger Ahlbrecht, Hans-Joachim Ebert und Hans-Dieter Tack.

    Von Seiten der Messe Friedrichshafen GmbH wurden alle Zusagen eingehalten und teilweise sogar übertroffen. Nach wie vor ist die dortige Unterstützung und die Organisation als vorbildlich zu bezeichnen. Nach dem Aufbau der Ausstellung und der Einrichtung des Standes an den beiden ersten Tagen konnte pünktlich mit Messebeginn die Arbeitsbereitschaft zur Eröffnung gewährleistet werden. Die gesamte Vorbereitung der AERO wie auch die Abwicklung nach der Messe war erneut gekennzeichnet durch Routine und Sorgfalt sowie durch das Engagement der beteiligten Kräfte. Besonderer Dank gilt auch unserem Leipziger Vorstandsmitglied Bernd Hauschild, der vor Ort in Leipzig die gesamte Organisation sowie die Rückführung des Transporters in der Hand hatte.

    Die Messepräsentation der GBSL umfasste: 1.Ausstellung zur „Geschichte der Luftschifffahrt – Streiflichter“ ( im Umfang von 20 Tafeln) 2.Drei Vitrinen mit Literatur, Originalsachzeugen, Fotos und Modellen 3.Literaturangebot aus der eigenen und anderen Editionen 4.Angebot an antiquarischer Literatur aus dem Bestand der GBSL und dem Privatarchiv Ebert 5.Angebot von Modellbausätzen und Kartonmodellbogen aus dem Bestand der GBSL

    Dr. Bernd Ahlbrecht

    EXKURSION am 23. März 2017                                                                   zu den Hi-Tec-Unternehmen:

    REINER STEMME Utillity Air-System GmbH

    AneCom Aero Test GmbH

    im Zentrum für Luft-und Raumfahrt „Schönefelder Kreuz“ in 15745 Wildau

    Die Informationsveranstaltungen waren vom Vorstand der GBSL in beiden mittelständischen Unternehmen organisiert worden. Die aus Luftfahrtenthusiasten und -experten bestehende Besuchergruppe zeigte sich tief beeindruckt, ja regelrecht begeistert über den technologischen Spitzenstand und die hohe Leistungsfähigkeit der jungen Unternehmen. Während der Reiner-Stemme-Flugzeugbau am Standort seit 2½ Jahren Ultra-Leichtflugzeuge für mehrere Spezialaufgaben (wie Überwachung, Forschung, Luftbild, Vermessungen) entwickelt und baut, dazu mit Langzeitflugeigenschaften (50 Stunden in der Luft) sowohl Pilotgesteuert als auch als Drohne (siehe auch www.rs-uas.com), beschäftigt sich der Turbinentester „AneCom“ hier seit nunmehr 15 Jahren mit der Entwicklung und dem Test von großen Triebwerks- und Gasturbinen, und das für globale Kunden zwischen Großbritannien und China (siehe auch www.anecom.de). Unsere luftfahrthistorisch orientierte Gruppe fand besonders bemerkenswert, dass diese Erfolgsgeschichte mit der Technischen Hochschule Wildau im Rücken auf dem alten Gelände des einstigen AEG Flugzeugwerkes in völlig neuen Ambiente und mit exzellenter Orientierung geschrieben wird.

    JLL Layout und Fotos GS

    Flugplatzfest und Resevistentreffen in Gatow

    Am 02. und 03. September fand auf dem Flugplatz Gatow (Militärmuseum der Bundeswehr) wieder das Flugplatzfest und Reservistentreffen statt. Unserem Verein wurde ein Stand im Hangar 3 zugeteilt. Als Ausstellungsthema hatten wir uns für ein militärisches Thema, den Ersten Weltkrieg, entschieden. An unserem Stand boten wir unsere Heftereihe und andere mit Unterstützung des Vereins erschienene Literatur aus der Luftfahrt an. Außerdem hatten wir ein reichhaltiges Angebot an antiquarischer Literatur, davon zwei Kisten voll Bücher von Hans-Joachim Ebert aus München.
Im Hangar 3 war die Rekonstruktion des Museums noch nicht abgeschlossen und deshalb noch keine ausgestellten Flugzeuge zu sehen.

    Text, Fotos und Layout GS

    Lange Nacht der Wissenschaften Adlershof am 24.06.2017

    Der GBSL-Beitrag auf dieser Veranstaltung bestand aus einer Woche vorher erstellten Ausstellung mit Bildtafeln zum Thema Berlin-Johannisthal und Adlershof als historischer Standort in der Entstehung und Entwicklung der zivilen Luftfahrt. Dabei lag der Schwerpunkt auf den Führungen am und im großen Windkanal. In diesem Jahr hatten wir die Möglichkeit, unsere Ausstellung als Ausgangspunkt für die Führungen (von 17 bis 23 Uhr) in der historischen Messhalle des großen Windkanals zu starten. Zur symbolischen Dekoration war gemeinsam mit dem Technikmuseum Berlin ein größeres Modell der Dornier Do X, eine Leihgabe aus dem Technikmuseum Berlin, in der Messhalle aufgehängt worden. Es soll auch in Zukunft dort hängen bleiben.

    Text, Fotos und Layout G.S.

    Immer noch einmal „125 Jahre Menschenflug – Otto Lilienthal“

    Unser immer noch sehr aktives Gründungsmitglied, Senior Dr. Karl-Dieter Seifert bemühte sich sehr darum, dass unsere Ausstellung doch noch für ca. 4 Wochen einen Platz im Deutschen Technikmuseum Berlin bekommen konnte. Sie wurde hier noch mal in der Gesamtfassung, wie ein Jahr vorher im Deutschen Museum München-Schleißheim gezeigt. Über das Jahr 2016 hatten wir die Ausstellung entsprechend der unterschiedlichen Ausstellungsorte immer wieder den Räumlichkeiten entsprechend im Umfang angepasst. Hier auf dem Foto hat K.-D. Seifert die Ausstellung eröffnet und vorgestellt. Wir danken Herrn Haiko Triesch und seinem Team von der Leitung Luft- und Raumfahrt (Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin) für die gute Zusammenarbeit.

    G.Sprieß

    IG Luftfahrt Schkeuditz – Frühjahrstreffen 2017

    Am 18.03.1917 organisierte die Interessengemeinschaft (IG) Luftfahrt im großen Saal des Schkeuditzer Kulturhauses „Sonne“ eine Vortragsreihe mit den Themen „Die Geschichte des Germania-Flugzeugbau in Leipzig Mockau“ von Peter Kühne nach seinem gleichnamigen Buch, „Das Überschallverkehrsflugzeug Tu-144“ von Dr. Uli Unger und die zwei Vorträge „90 Jahre Flughafen Leipzig/ Halle“ und „Vor 70 Jahren Gründung MAB Schkeuditz“ von Dipl.-Ing. Hans-Dieter Tack.

    Fotos und Layout G. Sprieß

    Vorstandssitzung am 23.11.2017 in der Geschäftsstelle Berlin-Adlershof

    Wie immer ging es um eine Analyse des Zeitraumes seit der letzten Vorstandssitzung und um das auf uns zukommende neue Arbeitsprogramm im neuen Jahr. Aus der Einladung sind auch die einzelnen Zuständigkeiten der Vorstandmitglieder zu erkennen. Und wie immer sind wir auch erst 18:00 Uhr aus dem Haus gegangen.

    Für ein paar Fotos war aber auch noch Zeit.

    Sonderführung im Deutschen Technikmuseum Berlin – Abteilung Luftfahrt am 08.05.2017

    Nachdem wir im April 2017 im gegenseitigen Einvernehmen für interessierte Mitarbeiter der Abteilung Luftfahrtgeschichte vom Deutschen Technikmuseum eine Führung durch die historischen Luftfahrtstätten in Berlin-Adlershof arrangiert hatten, durften wir an einem Montag, (weil Schließtag), an einer Sonderführung in der Abteilung Luftfahrtgeschichte des Museums teilnehmen. Da der Abteilungsleiter selbst die Führung machte, konnten wir ausgiebig von seinen umfangreichen Kenntnissen profitieren.

    Fotos und Layout G.S.

    2016

    6. Elly Beinhorn Lauf am 30. Oktober 2016

    Rechtzeitig vor dem Lauf reißt die Wolkendecke über Berlin auf und es wird ein wunderschöner Herbsttag. Alle Beteiligten sind erwartungsvoll auf den Lauf eingestellt. Im Erdgeschoss des Schönefelder Rathauses sind viele fleißige Helferinnen und Helfer mit der Registrierung beschäftigt. Danach kleiden sich die Läuferinnen und Läufer um und verstauen ihre Kleidung, die mit dem LKW nach Adlershof gebracht werden. Die feierliche Eröffnung und Auftakt (laut Internet) fand möglicherweise wegen Zeitmangel nicht statt.

    Der Start erfolgte 11:00 Uhr am Rathaus Schönefeld. Die Strecke führt über den Mauerweg, durch den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof (WISTA) und den Landschaftspark Johannisthal/Adlershof zum Ziel auf dem Gelände des ersten deutschen Motorflugplatzes Johannisthal am Forum Adlershof.

    Ehrengast Prof. Dr. Beinhorn führt den Startschuss an der Startlinie aus, wie jedes Jahr.

    Am Forum in Adlershof übergibt Dr. Unger vier unserer GBSL-Bildbände „Lilienthals Vermächtnis“ für den zweiten und dritten Platz in den beiden Kategorien und macht viele schöne Fotos von Zieleinlauf und Siegerehrung.

    GBSL AUF DER ILA Berlin 2016

    Ausstellung am GBSL-Sand zum Wirken Otto Lilienthals und zum ersten Flug eines Menschen vor 125 Jahren sowie zu den Leistungen der Flugpioniere nach ihm.

    2015

    Einladung zum jährlichen Treffen der ehemaligen Mitarbeiter der INTERFLUG am 11.09. 2015

    Ausstellung zur Geschichte des Messeflugverkehrs auf der Leipziger Messe, gemeinsam mit dem Flughafen Leipzig-Halle.

    Anlässlich des 80. Todestages des genialen Ingenieurs, Konstrukteurs und Erfinders Hugo Junkers fand am 01. Februar 2015 die Eröffnung einer Dauerausstellung über das Leben und Wirken von Hugo Junkers (1859-1935) im Schönefelder Rathaus durch den Bürgermeister Dr. Udo Haase im Beisein des Enkels Bernd Junkers statt

    2014

    Luftfahrtmesse AERO 2014 in Friedrichhafen

    Die langfristigen Vorbereitungen auf die Teilnahme an der AERO 2014 begann bereits Ende 2013. Wichtigster Partner für die Vorbereitung, Transporte, Auf- und Abbau sowie die Durchführung am gemeinsamen Messestand war wieder das Luftwaffenmuseum Gatow und sein Förderverein. Aber auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, denn das Ausstellungsthema war dieses Mal „Aus der deutschen Luft- und Raumfahrtforschung“ mit dem Schwerpunkt „Geschichte der Avionik“.

    So zeigten wir zusammen mit dem LwMus Gatow eine Ausstellung auf 20 Tafeln und in zwei Vitrinen mit Exponaten. Außerdem hatte der Geschichtsverein Kladower Forum noch 5 Tafeln über Melitta Gräfin von Staufenberg beigesteuert.
Die Messeleitung bestätigte uns wieder ein positives Echo und so war das Ziel unserer Teilnahme erreicht.

    Fotos: Dr. Unger

    Layout: GS

    Elly Beinhorn-Lauf am 26. Oktober 2014

    Einmal im Jahr findet auf dieser Strecke der Elly-Beinhorn-Lauf statt. Am Sonntag, 26. Oktober 2014, begeben sich hier die Läuferinnen und Läufer auf die 10-Kilometer-Strecke. Der Start erfolgt am gewohnten Ort, dem Rathaus Schönefeld. Über den Mauerweg geht es wieder bis zum Landschaftspark Johannisthal-Adlershof, der einmal umrundet wird. Neu ist diesmal das Ziel. Es befindet sich am Forum Adlershof in der Rudower Chaussee. Der Platz bietet beste Voraussetzungen für einen reibungslosen sportlichen Verlauf und alle Bestandteile des abwechslungsreichen und bunten Familienprogramms im Ziel. Hier wird auch der Bambini-Lauf für Kinder bis 8 Jahre beginnen und enden. Erstmals wird ein Jedermann-Lauf ausgetragen, der über rund 2 Kilometer führt und sportlichen Einsteigern ebenso eine Startmöglichkeit bietet wie Kindern, die älter als acht Jahre sind, aber noch nicht am Hauptlauf teilnehmen dürfen. Gleichfalls neu ist eine Teamwertung, bei der die Mannschaft ausgezeichnet wird, welche die meisten Teilnehmer an den Start bringt.

    Selbstverständlich werden auch wieder die weiblichen und männlichen Sieger sowie die besten Teilnehmer in allen Altersklassen geehrt. Zu den vielen Unternehmen und Organisationen, die den ELLY BEINHORN LAUF 2014 unterstützen, zählt erstmals der „Rotary Club Berlin Brandenburg Airport“. Auf seine Initiative wird von jeder Startgebühr ein Euro für die Arbeit des Kinderzirkus CABWUAZI in Altglienicke gespendet. Im Gegenzug beteiligen sich die jungen Artisten am Programm beim Familienfest im Ziel. Bereits vor dem Startschuss wird im Schönefelder Elly-Beinhorn-Ring ein Gedenkstein für die Fliegerin enthüllt. Zu dieser Zeremonie werden viele Ehrengäste erwartet, so der Sohn von Elly Beinhorn und Schirmherr des Laufs, Prof. Dr. Bernd Rosemeyer, und die Darstellerin der Pilotin aus dem kürzlich erfolgreich im ZDF ausgestrahlten Film „Alleinflug“, Vicky Krieps.

    GBSL auf dem Flugplatzfest in Gatow 2014

    Es war wirklich ein Fest. Jede Menge Angebote, Flugzeuge, Aussteller und vor allem interessiertes Publikum füllten den Flugplatz Gatow. Am Sonntag diskutierten die Bestimmer gar die Flutung der Reserveparkflächen ob der Masse an PKW. Mit unbewaffnetem Auge war zu sehen, dass der Veranstalter gegenüber dem Vorjahr eine große Schippe draufgetan hatte. Auch die Teilnahme der GBSL sah gegenüber dem Vorjahr deutlich besser aus. Unsere Gesellschaft hatte ihre Zelthälfte mit den Ausstellungstafeln zur Nationalflugspende gefüllt und war damit aktuell zum einhundertsten Jahrestag des Beginns des 1. Weltkrieges. Außerdem hatten wir eine geballte Manpower vor Ort. Bernd Ahlbrecht, Dieter Tack, Jörn Leweß-Litzmann, Ulrich Unger, Klaus Kulke, Gerd Sprieß und, sozusagen als Anlieger, Heinz Roschkowski machten mit. Die GBSL war nicht zu übersehen!

    So konnte die Zeit im Luftwaffenmuseum zu Gesprächen mit unseren Partnern genutzt werden, besonders wichtig mit Oberstleutnant Leonhard über die weitere Kooperation mit dem Museum. Aber auch mit einer großen Anzahl Besucher konnten wir, dank unserer zahlreichen Anwesenheit, individuell über die Arbeit der GBSL sprechen. Letztlich zahlte sich das auch aus: Am Sonntagabend war die Kasse vom Buchverkauf gut gefüllt. Erfreulich gut verkaufte sich unser Buch über die Luftfahrtstätten in und um Berlin. Es war ein gutes Wochenende und Oberstleutnant Leonhard sprach von fünfundzwanzigtausend Besuchern!

    Dr. U. Unger

    Fotos von Dr.Ulrich Unger und Gerd Sprieß

    GBSL auf der ILA 2014

    Nachdem die GBSL auf der ILA 2012 nicht mehr die Möglichkeit für eine Präsenz bekommen hatte, waren wir 2014 wieder erfolgreich vertreten. Ein Verdienst unseres ehemaligen Vorsitzenden Karl-Dieter Seifert, unseres Vorsitzenden Dr. Bernd Rüdiger Ahlbrecht und des ILA-Direktors der Messe Berlin GmbH Stefan Grave. Unser Stand befand sich in Halle 3 an der westlichen Stirnseite zwischen den Nachbarausstellern Mayday und HAT Museum Peenemünde.
Aktuelle Themen unsere Ausstellung waren der I. Weltkrieg (Beginn vor 100 Jahren) und die „Nationale-Flugspende 1912“ von Karl-Dieter Seifert verfasst, mit Layout von Hans-Dieter Tack, umgesetzt von Klaus-Peter Kosanke.
Unter der angebotenen Literatur der GBSL war das gerade zur ILA erschienene GBSL-Buch „Historische Luftfahrtstätten in und um Berlin“. Es ist im Verlag MediaScript von GBSL-Mitglied Peter Misch mit Beiträgen von Jörn Lehweß-Litzmann, Dr. Bernd Rüdiger Ahlbrecht, Klaus-Peter Kosanke, Joachim Neisser und Dr. Siegfried Wietstruk über 51 Luftfahrtstätten entstanden.

    Die besondere Überraschung war der persönliche Besuch des 96-jährigen Lew P. Berne, des ehemaligen Leiters der Abteilung Triebwerkserprobung im Konstruktionsbüro Mikulin und Partner von Brunolf Baade während seines Aufenthaltes in der SU. Er war auf Einladung von Dr. Ulrich Unger Gast auf der ILA und übergab seine Memoiren mit einer persönlichen Widmung für die GBSL. So war es für unseren Verein eine erfolgreiche Messepräsenz mit Auffrischung der Beziehungen zu vielen bekannten Messegästen, aber auch mit Knüpfung viele neuer Bekanntschaften an Luftfahrtinteressenten. Wir danken allen, die beim Aufbau und der Betreuung des GBSL-Standes über die ILA-Woche 2014 zum erfolgreichen Auftreten der GBSL beigetragen haben.

    Fotos und Layout: Gerd Sprieß

    Freundschaftstreffen der Interflug-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Cafeteria vom Tierpark Friedrichsfelde am 12. September 2014

    Der Himmel des 12. September zeigte sich trüb und bewölkt. So haben wir uns entschieden, alle Stände innerhalb der Cafeteria aufzubauen. Neben der traditionellen Tombola war auch wieder André Skarbania mit seinem IF-Kalender 2015 und vielen historischen großformatigen Schwarzweißfotos , der Bücherstand der GBSL und Klaus Breiler mit seinem Buch „Vom Starten und Landen“ dabei. Besonders herzlich wurden als älteste Teilnehmer Karl Nöhring und Kurt Dietrich begrüßt., sowie auch des Ärzte-Ehepaar Toni und Jürgen Kressin. Ja es waren sogar eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter vom Bundesarchiv für den Bereich INTERFLUG zuständig (Referat DDR 1) anwesend. Frau Vogel ist inzwischen für einen anderen Aufgabenbereich eingesetzt worden.

    Die Tombola, von Sigrid Uhrig und Günter Pilz betreut, erbrachte 163 € Erlös, womit die Auslagen laut Dr. Jochen Grenzdörfer abgedeckt waren. Nach Aussage von Dr. Jochen Grenzdörfer waren 315 Kolleginnen und Kollegen der Ehemaligen Interflug und Ihren angegliederten Betrieben gekommen, um sich wiederzusehen und sich über gemeinsame Erlebnisse auszutauschen.

    Mit steigender guten Laune wurde sogar das Wetter freundlicher und wir konnten auch im Freien Rostbratwürste und Bier genießen. Ein Grund, um im nächsten Jahr am 11. September wieder zu kommen und vielleicht noch etwas dafür zu werben. Wer weiß, wie lange wir die Gelegenheit noch haben. Mit dem neuen Tierparkdirektor müssen wir jährlich mit steigenden Unkosten rechnen, wie das in der Profitgesellschaft unausweichlich ist. Frühere Vereinbarungen sind null und nichtig.

    Text, Fotos und Layout: GS

    Landefest zum 25-jährigen Jubiläum in Stölln/Rhinow

    (Man sprach von der „Silberhochzeit der Lady Agnes).“

    Nun war es tatsächlich schon wieder 25 Jahre her, dass die Interflug-Crew H.-Dieter Kallbach, Peter Bley, Rudolf Döge und Ulrich Müller nach langer und akribischer Vorbereitung am 23. Oktober 1989 die DDR-SEG auf einer unbefestigten Rasenfläche landeten.
Das Jubiläumsfest war von allen Beteiligten unter Führung des Vorsitzenden des Otto-Lilienthal-Verein e.V. Stölln, von Herrn Horst Schwenzer, mit viel Elan vorbereitet worden und wurde so auch zu einer erlebnisreichen Veranstaltung über den gesamten Tag hinweg.
Zu Beginn begrüßten sich Besatzung, die damalige Bürgermeisterin Sybille Heling und Herr Schwenzer intern mit einem Glas Sekt in der mittleren Passagierkabine. Danach gab es einen Fototermin mit der Original-Crew im Cockpit (jeder auf seinem Platz).
Inzwischen hatte sich am Flugzeug eine ansehnliche Menschenmenge versammelt und viele Bekannte begrüßten sich. Dieter Kallbach sprach nun, auf der Gangway stehend, über diese gesamte lange Vorbereitung der Überführung, die ganze Story von der „Schnapsidee“ bis zur erfolgreichen Vollendung. Dabei wurde er immer wieder vom spontanen Beifall unterbrochen. Danach sprach Herr Schwenzer über die Arbeit seines Vereins und bedankte sich bei seinen Vereinsmitgliedern und allen am Erfolg beteiligten Gemeindevertretern und Bürgern von Stölln für ihre Unterstützung. Schließlich sprach die ehemalige Bürgermeisterin von Stölln, Sybille Heling, leidenschaftlich über die ganze Vorbereitung der Landung von ihrer Sicht aus. Wie sie ihre Gemeindevertreter damals vom Gelingen des Vorhabens überzeugt hat und wie sie mit den Menschen von Stölln die Vorbereitung der Landefläche und alle Sicherheitsvorkehrungen organisiert hat. Die Vorgänge am Tag der Landung beschreibt sie sehr emotional und sie bekommt kräftig Beifall dafür. Man konnte die Anteilnahme der Besucher von den Gesichtern ablesen.
Schließlich erfolgte die Namensgebung der Il-62 auf „Lady Agnes“. Eine vorbereitete Abdeckung des Namenszuges wurde entfernt und anschließend stellten sich die Beteiligten für Fotos und Autogramme zur Verfügung.
Danach wurde das Fest vor dem Otto-Lilienthal-Museum im Ort fortgesetzt. Es gab eine Tombola mit attraktiven Preisen Bühnenauftritte (auch im Sinne der Völkerfreundschaft) und es wurden die verschiedensten Interflug-Uniformen vorgeführt. Für eine Designerin gab es Blumen als Anerkennung. Rundherum also ein gelungenes großes Landefest mit viel Arrangement, guter Laune und schönem Wetter.

    GS